Zusammenfassung

  • Michael Gregoritsch hat sich beim FC Augsburg einen Stammplatz erkämpft.

  • Der Österreicher hat bereits fünf Tore geschossen.

  • Besonders gegen Werder Bremen trifft Gregoritsch gerne.

Köln – Der FC Augsburg steht nach zehn Spieltagen auf einem hervoragenden neunten Tabellenplatz und scheint immer besser in Form zu kommen. Nach der unglücklichen Heimniederlage gegen Hannover 96 zeigten sich Schwaben beim 3:0 in Bremen gut erholt. Einen großen Anteil am Sieg hatte Neuzugang Michael Gregoritsch. Der ehemalige Hamburger kommt im Team von Manuel Baum immer besser zur Geltung und hat schon fünf Tore erzielt.

So hatte sich Michael Gregoritsch sich das vorgestellt. Nach zehn Spieltagen hat der Österreicher für den FC Augsburg bereits fünf Tore geschossen und er stand in allen zehn Partien für den FCA auf dem Platz. "Ich bin nach Augsburg gekommen, um den nächsten Karriereschritt zu machen und um mehr zu spielen", erklärte er in seinem ersten Interview nach seiner Ankunft in Augsburg. Die Zwischenbilanz nach Spieltag zehn kann sich sehen lassen. Gregoritsch unterschrieb gleich für fünf Jahre (Vertrag bis 2022). Das zeigt, dass der FCA für ihn keine Durchgangsstation sein soll.

"Gregoritsch will nächsten Karriereschritt machen"

In der Sommerpause wechselte der 23-Jährige von der Elbe in die Fuggerstadt. Beim HSV konnte sich Gregoritsch in zwei Jahren nie richtig durchsetzen, was nicht immer unbedingt an ihm lag. Bei den Rothosen kam er insgesamt 58 Mal zum Einsatz, schoss dabei elf Tore und legte sechs weitere auf. Zum Stammspieler reichte es bei den Hanseaten aber trotzdem nie. Deshalb im Sommer der Wechsel zum FCA.

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Gleich am ersten Spieltag kehrte Gregoritsch dann zurück zum HSV. Der FC Augsburg verlor mehr als unglücklich die Partie im Volksparkstadion und startete mit einer Niederlage in die Saison. Die Experten fanden sich bestätigt, denn nicht für wenige war der FCA einer der Top-Kandidaten für den Abstieg. Doch weit gefehlt. Die Mannschaft von Trainer Manuel Baum belehrte alle Experten in den folgenden Wochen eines Besseren.

>>> Die Stimmen zum 3:0-Auswärtssieg in Bremen (fcaugsburg.de)

In den folgenden fünf Partien blieben die Augsburger unbesiegt (zwei Remis, drei Siege) und schlugen unter anderem auch den Vizemeister RB Leipzig. Beim 1:0-Erfolg über die Sachsen traf der österreichische Nationalspieler zum ersten Mal für seinen neuen Verein und war der Matchwinner. Die Augsburger sprangen in der Tabelle zwischenzeitlich bis auf den fünften Tabellenrang.

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Am siebten Spieltag gab es dann mit der 1:2-Heimniederlage gegen den BVB wieder einen Dämpfer. Doch von diesem Rückschlag ließen sich die Augsburger und auch Gregoritsch überhaupt nicht beirren. Vor allem für den Österreicher lief es in den vergangenen drei Partien immer besser. Beim 2:2-Remis in Hoffenheim zeigte Gregoritsch seine Joker-Qualitäten und traf zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Zuhause gegen Hannover traf er, dieses Mal von Beginn an auf dem Platz, ebenfalls. Doch sein Treffer reichte nicht, der FCA verlor unglücklich kurz vor Schluss.

>>> Hier der Spielbericht #SVWFCA zum Nachlesen

Wie stabil die Schwaben in dieser Saison auftreten, zeigten sie am vergangenen Wochenende in Bremen beim eindrucksvollen und völlig verdienten 3:0-Auswärtssieg. Auch eine unglückliche Heimniederlage kann den FCA derzeit nicht aus der Ruhe bringen. Und auch in Bremen hatte Gregoritsch einen großen Anteil am Augsburger Erfolg. Gleich zwei Tore erzielte der Österreicher gegen die Bremer. Es scheint, als ob Werder dem Österreicher besonders liegt. In fünf Spielen gegen Bremen schoss Gregoritsch nun sechs Tore und damit dreimal so viele wie gegen jeden anderen Bundesligisten. "Wenn man 3:0 auswärts siegt, selbst zwei Tore schießt und völlig verdient gewinnt kann man von einem fast perfekten Nachmittag sprechen. Wir sind froh über die 15 Punkte und freuen uns über den guten Start", erklärte der Doppel-Torschütze.

Zwei Tore gegen Werder: "Ein fast perfekter Nachmittag"

Zusammen mit Stürmer Alfred Finnbogason bildet er aktuell ein sehr gefährliches isländisch-österreichisches Duo. Zusammen haben beide zehn Tore erzielt, das sind Zweidrittel aller Augsburger Tore (15). Eigentlich ist die Lieblingsposition von Gregoritsch die Position ganz vorne im Sturm. Doch im Moment kann sich "Gregerl", wie er auch genannt wird, auch mit der Position hinter seinem Sturmkollegen Finnbogason anfreunden. Schon am kommenden Samstag zuhause gegen Bayer 04 Leverkusen will das dynamische Duo wieder zuschlagen.

Alexander Barklage