Zusammenfassung

  • Der FC Bayern ist zum 28. Mal Deutscher Meister (davon 27 im Bundesliga-Zeitalter), zum sechsten Mal in Folge. Seit 2000 wurden die Münchner nicht mehr in einem Heimspiel Meister, nun erstmals in Augsburg.
  • An seinem 35. Geburtstag feierte Franck Ribery seine achte Deutsche Meisterschaft – er zieht mit Lahm, Schweinsteiger, Kahn und Scholl gleich und ist damit der erfolgreichste Ausländer.
  • Augsburg verlor erstmals in seiner Bundesliga-Historie vier Heimspiele in Folge.

Augsburg - Der FC Bayern München ist Deutscher Meister 2018! Mit einem 4:1-Sieg gegen FC Augsburg machte der Rekordmeister am 29. Spieltag schon im April vorzeitig den Titelgewinn klar.

FANTASY HEROES: Juan Bernat (16 Punkte), Arjen Robben (14), James (13)

Ein Eigentor von Niklas Süle (18.) sorgte für die verdiente Augsburger Führung, als FCA-Stürmer Sergio Cordova mit einem Schuss an FCB-TorhüterSven Ulreich gescheitert war und der Abpraller den Nationalspieler im Gesicht traf. Corentin Tolisso (32.) erzielte für den FC Bayern nach einer Flanke von Joshua Kimmich das 1:1. Eine Traumkombination über Kimmich und Juan Bernat schloss wenig später James (38.) überlegt zum 2:1 ab. Arjen Robben (62.) glückte per Direktschuss das 3:1, ehe Sandro Wagner (87.) den Schlusspunkt setzte.

Video: Bayerns Weg zur Meisterschaft

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Den besseren Start in die Partie erwischst allerdings der FC Augsburg. Folgerichtig hatte der Außenseiter von Trainer Manuel Baum klare Vorteile gegen Münchner, die nur mit vier Spielern aus der Startelf des Hinspiels gegen Sevilla antraten. Augsburg präsentierte sich noch ohne seiner genesenen Torjäger Alfred Finnbogason gallig und erweckte zunächst den Eindruck, unbedingt die Titelfeierlichkeiten des bayerischen Nachbarn verhindern zu wollen. Caiuby (5.) hatte für den FCA auch die erste Großchance der Partie.

"Das ist immer ein spezieller Moment. Wir arbeiten sehr viel, um die Meisterschaft mit den Fans zu feiern. Jupp gibt der Mannschaft ein super Gefühl." Franck Ribery (FC Bayern)

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Die Spielweise des FC Bayern wurde bestraft, als Jerome Boateng den Ball an Cordova verlor und dieser allein auf Ulreich zusteuerte. Der Gegentreffer war anscheinend ein Weckruf zur rechten Zeit, denn kurz darauf saß die erste gelungene Offensivaktion der Münchner sofort. Plötzlich stimmten die Passwege, plötzlich ließen aber die Augsburger auch den Mut vermissen, der sie bis dahin auszeichnete. "Wenn Bayern so ein bisschen riecht, dass der Mut fehlt, dann fressen sie einen auf", hatte FCA-Trainer Baum vor dem Spiel bei Sky gesagt, als hätte er geahnt, was ab der 30. Minute passieren würde.

"Es war fast unmöglich, dass das noch schief läuft. Von draußen wird immer gesagt: 'Die haben den besten Kader, die müssen Meister werden.' Aber wir müssen das erst selber machen. Du kriegst in der Bundesliga nichts geschenkt." Arjen Robben (FC Bayern)

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Nur den Reflexen von FCA-Torhüter Marwin Hitz gegen Kimmich (35.) und Tolisso (44.) war es zu verdanken, dass vor dem Wechsel nicht noch ein Tor für den Favoriten fiel. Der Rekordmeister ließ sich auch im zweiten Abschnitt nicht mehr aus der Spur bringen und brachte den Auswärtssieg vor 30.660 Zuschauern in der ausverkauften Augsburger Arena souverän nach Hause.

SID

Spieler des Spiels

James Rodriguez brachte seinen einzigen Torschuss der Partie im Tor unter und legte später noch den Robben-Treffer vor. Der Kolumbianer traf damit erstmals zwei Bundesliga-Spiele in Folge.

Bilder des Spiels

Bayerns Jerome Boateng verliert den Ball an Augsburgs Cordova
Bayerns Jerome Boateng verliert den Ball an Augsburgs Cordova © imago
Cordova feiert den Augsburger Treffer zum 1:0 in der ersten Halbzeit
Cordova feiert den Augsburger Treffer zum 1:0 in der ersten Halbzeit © imago / kolbert-press
Joshua Kimmich war sowohl am 1:1 als auch am 2:1 von James direkt beteiligt
Joshua Kimmich war sowohl am 1:1 als auch am 2:1 von James direkt beteiligt © imago
Thomas Müller, Franck Ribery und Arjen Robben feiern nach Abpfiff die sechste Meisterschaft in Folge
Thomas Müller, Franck Ribery und Arjen Robben feiern nach Abpfiff die sechste Meisterschaft in Folge © imago / MIS