Nur noch drei Mal schlafen, dann ist es soweit. Nein, dann kommt noch nicht der Weihnachtsmann, aber die Fußball-Fans können sich am Freitag dennoch auf eine tolle Bescherung freuen.

Der FC Bayern München und 1899 Hoffenheim eröffnen den 16. Spieltag der Bundesliga. Der aktuelle Spitzenreiter ist zu Gast beim Tabellen-Zweiten. Ein echtes Spitzenspiel wartet auf die Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena.

Kampf um die Spitze

Die Kicker vom deutschen Rekordmeister und die des starken Aufsteigers können sich bereits knapp drei Wochen vor dem Fest reichlich beschenken. Den Bayern winkt im Idealfall die erstmalige Tabellenführung in dieser Spielzeit, den Hoffenheimern der Gewinn der Herbstmeisterschaft.

Was tut sich bei den beiden Clubs wenige Tage vor dem Schlagerspiel? Gibt es aktuelle Aussagen der Protagonisten? bundesliga.de gibt die Antwort.

Bayerns Daniel van Buyten warnt vor dem starken Aufsteiger: "Die Hoffenheimer haben bewiesen, dass sie da oben hingehören und wir müssen uns auf diese Partie vorbereiten, wie wir es sonst auf ein Champions-League-Spiel täten." Dennoch zeigt sich der Belgier zuversichtlich. "Alles stimmt im Moment. Daher ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um gegen Hoffenheim zu spielen", sagte der Innenverteidiger gegenüber bundesliga.de.

FCB-Mittelfeldstar Franck Ribery stimmte seinem Kollegen zu und weiß um die Qualitäten des Aufsteigers: "Die Stärke von Hoffenheim ist zum einen, dass sie eine gute Gemeinschaft haben, keine Fragen stellen und über sehr viel Selbstvertrauen verfügen. Zum anderen ist es natürlich ihre Offensivstärke, die sie auszeichnet."

Dennoch geht der Franzose optimistisch in das Spitzenspiel, nicht zuletzt ob der beeindruckenden Serie von neun Spielen ohne Niederlage in Folge, welche die Bayern in der Bundesliga hingelegt haben. "So eine Serie gibt einem natürlich viel Selbstbewusstsein", erklärte der Franzose im Gespräch mit bundesliga.de. Und weiter: "Für uns war es sehr wichtig, in Leverkusen zu gewinnen. Wir haben dort ein sehr starkes Spiel abgeliefert und hoffen, dass wir das gegen Hoffenheim wiederholen können."

Derweil bangt Bayerns Stürmer-Ikone Gerd Müller sogar um seinen legendären Torrekord in der Bundesliga - wegen Vedad Ibisevic von Spitzenreiter 1899 Hoffenheim. "Es ist alles möglich. Wenn er meinen Rekord bricht, dann muss man ihm wirklich Respekt zollen. Wenn er so weiter macht, dann schafft er auch die 40-Tore-Marke - und dann werde ich ihm gratulieren", erklärte der Weltmeister von 1974 im "DSF". Der "Bomber der Nation" hatte in der Saison 1971/72 die danach nie mehr erreichte Rekordmarke von 40 Toren aufgestellt. Ibisevic erzielte an den bisherigen 15 Spieltagen der Saison bereits 17 Treffer und ist Müller auf den Fersen. Bei einer Hochrechnung seiner bisherigen Torqoute (1,13 Treffer pro Spiel) würde Ibisevic am Saisonende auf 38,5 Tore kommen.

Die Hoffenheimer begannen die "Woche der Wahrheit" in aller Ruhe. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick hatte am Montag (1. Dezember) trainingsfrei.

Sven Becker