Freiburg - Die Profis des SC Freiburg sind wieder am Ball: Am Dienstag Nachmittag fand am MAGE SOLAR Stadion die erste gemeinsame Trainingseinheit der Saisonvorbereitung 2013/2014 statt. Mit dabei war auch der Schweizer Gelson Fernandes, der aller Voraussicht nach nächste Neuzugang des Sport-Club. Am Mittwoch steht in Oberschopfheim (18:30 Uhr) bereits das erste Testspiel gegen eine Regionalauswahl auf dem Programm.

Ein beschaulicher Aufgalopp sieht sicher anders aus. Vielleicht auch, weil die Spieler des SC Freiburg diesen bereits am gestrigen Montag absolviert hatten. Da begrüßte das Trainerteam um Christian Streich die Mannschaft erstmals nach der Sommerpause, um anschließend mit Tests in Kraft- und Leistungsdiagnostik sowie Ausdauerläufen entlang der Dreisam in die Vorbereitung auf die Bundesligasaison 2013/2014 zu starten. Die erste gemeinsame Trainingseinheit auf dem Platz fand dann am Dienstag Nachmittag vor rund 350 Zuschauern statt.

Erstes Hallo für die SC-Neuzugänge



"Das war heute schon intensiv", sagte Neuzugang Mike Hanke, der von Borussia Mönchengladbach zum Sport-Club gewechselt ist, anschließend. Zu Beginn war der frühere Nationalspieler vom deutlich stärksten Applaus der SC-Fans empfangen worden. "Über zehn Tore macht er, zweistellig auf jeden Fall", taxierte ein Anhänger schon mal die Qualitäten, die der 29-Jährige Offensivspieler künftig bei seinem neuen Club einbringen könnte.

"Es gibt hier sehr viele junge Spieler, die Gas geben. Da muss man als alter Hase schauen, dass man hinterher kommt", so Hanke nach dem ersten Training mit einem Augenzwinkern. "Das war ein gutes Tempo, so muss es weitergehen. Ich bin auf jeden Fall vorbereitet. Der SC hatte jetzt viele Abgänge und es sind neue Spieler dazu gekommen. Wir werden Zeit brauchen, um uns zu finden, aber ich denke, das schaffen wir. Ich bin davon überzeugt, dass wir auch in der kommenden Saison mit ihren verschiedenen Anforderungen eine gute Rolle spielen werden."

Ohne sechs beim Auftakt



Noch nicht dabei sind in dieser Woche Mensur Mujdza, der nach der vergangenen Saison noch in der WM-Qualifikation für Bosnien-Herzegowina im Einsatz war, sowie die vier SC-Teilnehmer an der U21-Europameisterschaft, Oliver Baumann, Oliver Sorg, Matthias Ginter und Vegar Eggen Hedenstad, sowie Sebastian Kerk, der im Juni für die deutsche U19 die Eliterunde der EM-Qualifikation bestritten hatte.

Erstmals in SC-Trainingskluft auf dem Platz standen am Nachmittag neben Mike Hanke auch die weiteren Neuzugänge Felix Klaus, der von der SpVgg Greuther Fürth zum SC gekommen ist, Vaclav Pilar (VfL Wolfsburg) und Nicolas Höfler, der in den vergangenen beiden Jahren an den FC Erzgebirge Aue ausgeliehen war und nun zurückgekehrt ist. Pilar, der sich vor einem Jahr einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, absolvierte an der Seite von Masseur und Physiotherapeut Uwe Vetter und gemeinsam mit Marco Terrazzino (Aufbautraining nach Patellasehnenverletzung) zunächst Lauftraining.

Gelson Fernandes mit auf dem Platz



Ebenfalls mit ins schon wieder schnörkellos zügige Pass- und Kombinationsspiel eingebunden war mit dem Schweizer Gelson Fernandes der nächste potenzielle Neuzugang des SC Freiburg. Letzte Formalitäten stehen noch aus, dann dürfte der 26-jährige Mittelfeldspieler und 42-fache Schweizer Nationalspieler als vierter externer Neuzugang feststehen. "Ich bin froh, dass er zu uns gekommen ist", sagte Trainer Christian Streich nach der Einheit am Dienstag. Den zentralen Mittelfeldspieler, der auf den Kapverden geboren wurde, charakterisiert der SC-Coach als einen Spieler, der "viel für die Mannschaft tut, auf dem Platz Präsenz hat und über viel Erfahrung verfügt".

Der frühere Kapitän der Schweizer U21, EM-Teilnehmer 2008 und WM-Teilnehmer 2010 spielte bereits in der englischen Premier League für Manchester City, für AS St. Etienne in der ersten französischen Liga und in der italienischen Serie A bei Chievo Verona und Udinese Calcio. Zuletzt stand Gelson Fernandes in Portugal bei Sporting Lissabon unter Vertrag, von wo er in der vergangenen Rückrunde an den Schweizer Erstligisten FC Sion ausgeliehen war, bei dem er auch seine Profilaufbahn begonnen hatte. "Wir wollen, dass er längere Zeit bei uns bleibt und hier auch wieder Ruhe und eine Heimat findet", so Christian Streich.

"Das war zuletzt eine lange Zeit ohne Fußball", sagt der von den Bundesligaspielern nach der letzten Saison zum "Trainer des Jahres" gewählte 48-Jährige. "Deshalb ist die Freude groß, dass es wieder losgeht. Die kommende Saison mit ihren großen Anforderungen wird für uns auch ein Abenteuer. Das Maß aller Dinge ist dabei, dass wir nochmal ein weiteres Jahr in der Bundesliga bleiben. Es wäre schön, wenn wir noch zwei, drei Spieler dazu bekommen. Dann gehen wir es an und schauen, was am Ende herauskommt."