Köln - Im Mönchengladbacher BORUSSIA-Park hat die DFL Deutsche Fußball Liga seine diesjährige Fanbeauftragten-Vollversammlung durchgeführt. Die zweitägige Veranstaltung am 1. und 2. September stand ganz im Zeichen des Zehn-Punkte-Plans für mehr Sicherheit im Fußball, den Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball beim Runden Tisch im Bundesinnenministerium im April dieses Jahres vorgestellt hatte.

Im Rahmen des Zehn- Punkte-Plans spielen die Fanbeauftragten der Clubs aus der Bundesliga und 2. Bundesliga eine wesentliche Rolle. Das Konzept einer Qualifizierungsoffensive für diese Berufsgruppe sieht unter anderem vor, dass Fanbeauftragte künftig hauptberuflich anzustellen sind und die Fanarbeit weiter ausgebaut wird.

Podiumsdiskussion mit Schippers und Schwenken

Mönchengladbachs Geschäftsführer Stephan Schippers, der die mehr als 50 Teilnehmer begrüßte und sich zusammen mit Bochums Finanz-Vorstand Ansgar Schwenken an der Podiumsdiskussion beteiligte, unterstrich die Bedeutung der Arbeit der Fanbeauftragten:

"Der Verein hat am Spieltag als oberstes Ziel für Sicherheit zu sorgen. Unsere Fanbeauftragten als Angestellte des Vereins sind dabei ein ganz wichtiges Element." In ihrer verlässlichen Mittlerrolle - etwa zwischen Verein, Fans und Polizei – trügen Fanbeauftragte entscheidend zu reibungslosen Abläufen an Spieltagen bei.

Drei Fanbeauftragte bei Mönchengladbach

Bei Borussia Mönchengladbach wird dieser Weg der Fanarbeit schon seit 1988 konsequent beschritten, nachdem damals der erste hauptamtliche Fanbeauftragte beschäftigt wurde. Heute arbeiten in Thomas Weinmann, Thomas Jaspers und Jan Ruoff schon drei Fanbeauftragte für die Borussia.

"Der deutsche Fußball ist auf einem fantastischen Weg. Und ich bin stolz darauf, in der besten Liga der Welt zu arbeiten und diese Fankultur hier zu erleben", ergänzte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl.

Fanbeauftragte im Spannungsfeld verschiedener Interessen

Mit seiner Qualifizierungsoffensive gibt die DFL den Fanbeauftragten in ihrem schwierigen Beruf wichtige Unterstützung. Denn als glaubwürdiger Ansprechpartner für alle Fangruppen einerseits und den Erwartungen des Arbeitgebers auf der anderen Seite, bewegen sich Fanbeauftragte fast täglich in einem Spannungsfeld verschiedener Interessen.

"In den letzten vier Jahren ist es uns gelungen, den Beruf des Fanbeauftragten mehr und mehr zu verankern. Aber wir sind noch nicht am Ende", meinte Rainer Mendel, Fanbeauftragter des 1. FC Köln.

"Konsequente Umsetzung des Zehn-Punkte-Plans"

An beiden Veranstaltungstagen setzten sich die Teilnehmer der Vollversammlung vorwiegend mit den Einzelheiten des Zehn-Punkte-Plans auseinander. Daneben standen Präsentationen und Workshops auf der Agenda: die Organisation von Bahnreisen für Fans oder der Vortrag "vom Ehren- zum Hauptamt".

Thomas Schneider, Koordinator Fanangelegenheiten der DFL: "Die DFL wird in der nächsten Zeit zahlreiche weitere Veranstaltungen organisieren und durchführen, die der konsequenten Umsetzung des Zehn-Punkte-Plans dienen. Die Qualifizierung der Fanarbeit stellt eine entscheidende Größe im gesamten Komplex der Sicherheit im Fußball dar."