Nach wiederholten Gewaltausbrüchen ihrer Anhänger im Stadion El Campin haben die beiden kolumbianischen Proficlubs Santa Fe und Millionarios in der Hauptstadt Bogota die Notbremse gezogen und die eigenen Fanclubs ausgesperrt.

Beim Lokalderby der beiden Erzrivalen am Wochenende wurden in der eigens für die südamerikanische WM-Qualifikation renovierten Arena 800 neue Sitze zerstört. Zudem kam ein Fan unter bislang noch ungeklärten Umständen ums Leben. Damit erhöht sich die Zahl der in dieser Saison getöteten Fans auf sieben. Der für die Aussöhnung der verfeindeten Fangruppen zuständige Fußballpfarrer Alirio Lopez erklärte als Protest gegen die neuen Gewalttaten seinen Rücktritt.