Frankfurt - Bei Eintracht Frankfurt  können sie nun durchatmen, nach den zwei überraschenden Erfolgen gegen Borussia Mönchengladbach und am Sonntag gegen Borussia Dortmund. Mit 18 Punkten hat sich die Eintracht erst einmal ein bisschen Luft nach unten verschafft und die Stimmung ist plötzlich wieder vorsichtig optimistisch.

Den Erfolg hatten die Frankfurter auch ihrem Torwart zu verdanken. Felix Wiedwald, 24, agierte souverän mit der Ausstrahlung eines Routiniers und rettete mit tollen Paraden seiner Mannschaft mehrmals die Führung. Seit dem fünften Spieltag steht Wiedwald im Tor der Eintracht, nachdem sich Stammtorwart Kevin Trapp schwer verletzt hatte und wohl erst zur Rückrunde wieder auf dem Platz stehen kann.

Wiedwald will Platz im Tor nicht kampflos hergeben

"Als ich gebraucht wurde, war ich da", meinte Wiedwald lapidar, der die Jugendmannschaften von Werder Bremen durchlief, bevor er über den MSV Duisburg schließlich zur Eintracht kam. In Bremen lernte ihn der damalige Werder- Trainer Thomas Schaaf schon kennen. Der heutige Eintracht Trainer Schaaf freute sich über die gute Leistung seines Schützlings gegen Dortmund. "Das war nach vielen guten Spielen nun eins, in dem sich Felix auszeichnen konnte. Das hat er heute gemacht", lobte Schaaf, der erstmals in dieser Saison die gleichen Elf wie in der Vorwoche zum Start auf den Platz geschickt hatte.

Wiedwald sagte nach seinem ersten "zu-Null-Spiel" in der Bundesliga, er freue sich über jedes Spiel und kampflos wolle er seinen Platz zwischen den Pfosten auch nach der Rückkehr von Kevin Trapp natürlich nicht hergeben: "Wenn du einmal Blut geleckt hast, willst du natürlich im Tor bleiben."

Infografik: Trapp vs. Wiedwald 2014/15

Vorfreude auf Bremen

Mit Wiedwald und viel Kampfkraft setzten sich die Frankfurter am Ende gegen die überlegenen, aber im Abschluss schwachen Dortmunder durch. Über die drei Punkte freute er sich und auf den nächsten Gegner SV Werder sowieso: "Ich habe in  Bremen eine lange Zeit verbracht und bin froh das die damals dort Verantwortlichen nun auf mich setzten."

Tobias Schächter