München - Wichtige Spiele standen am Donnerstag für die drei Europa-League-Teilnehmer an, die am Sonntag in der Bundesliga den 11. Spieltag beschließen. Hannover 96 musste sein viertes Gruppenspiel gewinnen, um sich vorzeitig für die K.o.-Phase zu qualifizieren. Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart brauchten Punkte, um die Chancen auf eine internationale Überwinterung aufrecht zu erhalten. Alle drei Teams waren erfolgreich, können sich aber nicht lange auf diesen Lorbeeren ausruhen.

Denn kaum ist die eine Richtung weisende Partie gespielt, steht bereits die nächste an, diesmal in der Bundesliga ( ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Da sollten alle drei Mannschaften nämlich am besten dreifach punkten, um auch zukünftig in der Europa League zu spielen - in der nächsten Saison.

In der Begegnung zwischen dem VfB Stuttgart und Hannover 96 kann freilich nur einer der beiden Clubs dreifach punkten. Im direkten Duell der aktuellen EL-Teilnehmer ist sich Bruno Labbadia sicher, dass "Kleinigkeiten entscheiden werden". Aus der Partie beim FC Kopenhagen wollen die Schwaben mitnehmen, dass sie "mit dem Druck gut umgegangen" sind und das Erfolgsmoment in die Liga transportieren - wo es aktuell sowieso gut läuft.

Fünf Partien sind die Stuttgarter bereits ungeschlagen, holten in dieser Zeit elf von möglichen 15 Punkten und kletterten auf Rang 11, den Konkurrenten aus Hannover fest im Blick. Die Niedersachsen sind zwar vier Plätze besser postiert als die Labbadia-Elf, haben aber nur einen Zähler Vorsprung. Mit einem Sieg könnte der VfB also an den "Roten" vorbeiziehen. Aber Labbadia warnt: "Diese Mannschaft hat sich unheimlich gut etabliert, arbeitet sehr kompakt zusammen. Es wird ein spannendes Spiel, weil beide Teams eine gute Phase haben."

Kaum mal was zu holen für Hannover



Wobei sich letzteres in Bezug auf Hannover eigentlich ausschließlich auf die Heimspiele in der Bundesliga bezieht. Auswärts haben die Niedersachsen mit bislang nur drei Punkten nicht gerade Angst und Schrecken verbreitet. Und gerade in der Mercedes-Benz Arena gab es in jüngster Vergangenheit wenig zu holen. Aus den vergangenen 16 Begegnungen holte 96 nur vier Punkte. 14 Mal fuhren die Niedersachsen ohne Zählbares nach Hause.

"Zwei kompakte Mannschaften, die immer auch ihre Chancen in der Offensive suchen", erwartet Hannovers Sportdirektor Jörg Schmadtke: "Wir wollen es besser machen als beim 0:3 in der vergangenen Saison." Dazu müsse sein Team besonders effizient agieren, da er mit einem defensivstarken VfB rechnet, der dieselbe Elf aufbieten wird, die in Dortmund ein 0:0 erspielte. Hannover muss weiterhin auf Sergio da Silva Pinto verzichten, der wegen eines Muskelfaserrisses noch nicht wieder mitwirken kann. Daher wird die Startelf in Stuttgart wohl mit der aus der Partie gegen Helsingborg identisch sein.



Schiedsrichteransetzungen

Die Fürther haben im letzten Heimspiel gegen Werder Bremen (1:1) das erste Heimtor erzielt und zuletzt im Aufsteigerduell bei der Frankfurter Eintracht auch einen Punkt (1:1) mitgenommen. Nun wollen die "Kleeblätter" gegen die Borussia nach insgesamt acht sieglosen Spielen endlich auch den ersten Bundesliga-Heimerfolg der Geschichte feiern. Trainer Mike Büskens warnt im Vorfeld der Partie allerdings ganz besonders eindringlich vor dem Umkehrspiel der Gladbacher. "Das beherrschen sie sehr gut", sagte der Aufstiegstrainer. Bislang traf die SpVgg sechs Mal in der 2. Bundesliga auf die "Fohlen", einen Sieg gab es für die Franken aber nie (zwei Remis, vier Niederlagen).

Vor der Begegnung am Sonntag bangt Büskens um den Einsatz von Angreifer Gerald Asamoah. Ob der Ex-Nationalspieler auflaufen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Gerade der bullige Offensivmann weiß, wie man gegen die Borussia trifft. Bei seinen ehemaligen Clubs schlug "Asa" schon vier Mal gegen die Gladbacher zu. Mit Thomas Kleine wird ein ehemaliger "Fohlen"-Akteur von Beginn an für die Fürther auflaufen.

Brouwers und Jantschke sind fraglich



"Es war gut für den Kopf, dass wir nach dem 1:2-Rückstand noch einmal zurück gekommen sind", sagte Trainer Lucien Favre nach dem glücklichen 2:2 in der Europa League bei Olympique Marseille. Den Schwung wollen die Gladbacher von Frankreich nach Franken mitnehmen, um auch beim Aufsteiger zu bestehen und die Serie von zwei ungeschlagenen Spielen auszubauen. Mut sollte den Gästen auch die Spielansetzung machen, denn an Sonntagen hat die Borussia in der laufenden Spielzeit noch kein Spiel verloren - bisher zwei Siege und ein Remis.

Favre muss aber unter Umständen erst noch ein Personal-Puzzle erfolgreich lösen, denn Roel Brouwers fällt verletzt aus (Knieprellung) und Tony Jantschkes Einsatz ist auch noch fraglich. Kapitän Filip Daems muss wegen einer Bauchmuskelverletzung erneut passen, wird wohl wieder von Oscar Wendt ersetzt. Im Angriff hat der Trainer aus der Schweiz hingegen die Qual der Wahl, nachdem 'target='_self' class='normalred'>Mike Hanke in Marseille eine ordentliche Leistung bot und sogar das zwischenzeitliche 1:0 erzielte.



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