Für Ilkay Gündogan war es eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Dreieinhalb Jahre lang spielte der Mittelfeldmann beim Bochumer Nachwuchs, bevor er in der vergangenen Rückrunde zum 1. FC Nürnberg wechselte.

Am 23. Spieltag erzielte der mehrfache Jugendnationalspieler im Derby gegen Bayern München sein erstes Bundesligator. Auch beim Auswärtsspiel des Clubs beim VfL Bochum (0:0) stand der 19-Jährige wieder in der Anfangsformation.

Nach der Partie im Rewirpower-Stadion stellte sich der Mittelfeldspieler den Fragen von bundesliga.de.

bundesliga.de: Herr Gündogan, Sie sind in Gelsenkirchen geboren, haben früher für den VfL Bochum gespielt. Sind Sie mit dem torlosen Unentschieden bei Ihrer Rückkehr ins Ruhrgebiet zufrieden?

Gündogan: Natürlich hätten wir lieber drei Punkte mit nach Hause genommen. Aber das 0:0 geht in Ordnung, da beide Mannschaften viel investiert haben. Beide haben auf Sieg gespielt, hatten ihre Chancen. Nach der gelb-roten Karte für Albert Bunjaku in der 87. Minute mussten wir aufpassen, dass wir nicht noch ein spätes Tor bekommen. Deswegen können wir mit einem Punkt leben.

bundesliga.de: Sie haben wie schon gegen Bayern München wieder von Anfang an gespielt. Wie lautet Ihr persönliches Fazit der 90 Minuten?

Gündogan: Ich bin zufrieden. Es war nicht einfach, nach vorne zu spielen. Die Bochumer standen kompakt, ähnlich wie wir. Das Spiel in Bochum ist für mich etwas Besonderes, viele Freunde waren im Stadion. Ich habe hier meine Jugendzeit verbracht und natürlich noch viele Erinnerungen an den Verein.

bundesliga.de: Am nächsten Spieltag kommt mit Bayer Leverkusen der immer noch ungeschlagene Tabellenzweite nach Franken.

Gündogan: Das wird kein leichtes, aber ein ähnliches Spiel wie gegen die Bayern. Zwar kein Derby, aber wir erwarten ein volles Stadion, und wir wollen natürlich die drei Punkte holen.

bundesliga.de: Sind Partien gegen Mannschaften aus der Tabellenspitze nicht vermeintlich einfacher als Spiele gegen direkte Konkurrenten wie Bochum?

Gündogan: Bei Spielen gegen große Mannschaften haben wir nichts zu verlieren. Trotzdem müssen wir uns diese Woche sehr gut vorbereiten, konzentrieren, 100 Prozent Leidenschaft zeigen und so wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln.

Das Gespräch führte Vera Schmidt