Unglaublich, aber wahr: Paolo Maldinis Karriere ist älter als die Champions League. Er hat vor 20 Jahren schon gegen Werder Bremen gespielt und kommt am Mittwoch wieder als aktiver Spieler zum Vergleich mit den "Grün-Weißen". Eine beispiellose Karriere liegt zwischen den beiden Terminen.

Im Interview blickt der Kapitän des AC Mailand auf vergangene Duelle mit Werder zurück.

Frage: Herr Maldini, Sie standen exakt vor 20 Jahren gemeinsam mit ihrem heutigen Trainer Carlo Ancelotti im Europapokal-Spiel gegen Werder Bremen auf dem Platz. Haben Sie daran noch eine Erinnerung?

Paolo Maldini: Oh, das ist schon so lange her und meine Erinnerungen sind inzwischen unscharf, aber es war sicher ein Spiel im Europokal der Landesmeister. Wir waren ja damals italienischer Meister. Naja, und wenn ich mich nicht irre, habe ich im Heimspiel in Mailand das 1:0 per Kopf nach einer Vorarbeit von Donadoni erzielt, oder?

Frage: Heimspiel stimmt, 1:0 stimmt auch, aber es war ein umstrittener Foulelfmeter von Marco van Basten. Sie haben ihr 1:0 gegen Werder in der Champions League 1994 im Kopf.

Maldini: Oh! Sehen Sie! … Aber auch das erste Duell war im Landesmeisterwettbewerb, leider treffen wir uns in diesem Jahr nur im UEFA-Cup, obwohl es eine Ansetzung für die Champions League wäre.

Frage: Auch Werder Bremen hat einen Routinier, Kapitän Frank Baumann. Er überlegt nach zehn Jahren bei den "Grün-Weißen" seine Karriere im Alter von 33 Jahren zu beenden. Sie werden bald 41 Jahre, müssen sie über die "verfrühten" Gedanken ihres Kapitänskollegen schmunzeln?

Maldini: Nein, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke, dass es eine sehr persönliche Angelegenheit ist. Bei dieser Entscheidung spielen viele Faktoren eine Rolle. Es hängt von der physischen Verfassung ab und von dem Willen, sich weiter zu beweisen. Ich halte mich da raus.

Frage: In Bremen freuen sich trotz aller großer Namen in Ihrer Mannschaft viele darauf, Sie noch einmal spielen zu sehen. Wie erklären Sie sich diese unglaublich erfolgreiche Karriere über diesen langen Zeitraum?

Maldini: Ich glaube, dass es ganz einfach ist. Meine Motivation ist eine ganz natürliche. Mir gefällt meine Arbeit, ich habe nach all den Jahren immer noch viel Spaß. Vielleicht spüren die Menschen das. Aber ich habe natürlich auch das Glück, dass mein Körper dies alles noch zulässt. Das muss natürlich passen, wenn du so lange auf dem höchsten Niveau spielen willst.

Das ausführliche Interview lesen Sie auf der Webseite von Werder Bremen.