Bremens Sportdirektor Klaus Allofs freut sich nach dem Remis bei AS St. Etienne über das Erreichen der nächsten Runde, ärgert sich aber über den Pyro-Missbrauch der eigenen Fans.

Frage: Herr Allofs, Werder Bremen hat das Viertelfinale des UEFA-Cups erreicht. Wie beurteilen Sie die Leistung Ihres Teams beim 2:2 gegenden AS St. Etienne?

Klaus Allofs: Ich bin zufrieden, hätte aber natürlich lieber gewonnen. Es wäre schön, wenn wir in der 2. Halbzeit souveräner gewesen wären. Es ist aber vor allem wichtig, dass wir die nächste Runde erreicht haben.

Frage: Dennoch dürfte Ihre Freude nicht ungetrübt sein. Aus dem Block der Werder-Anhänger wurden in Richtung der gegnerischen Fans Leuchtkugeln abgefeuert.

Allofs: So etwas will keiner sehen. Das kostet uns wieder eine Menge Geld. Da wird eine saftige Strafe der UEFA auf uns zukommen. Solche Aktionen verderben sehr viel. Wir werden diese Vorgänge mit allen möglichen Mitteln aufklären und wenn wir Schuldige ermitteln können, dann wird das Stadionverbote zur Folge haben.

Frage: Wie lautet nun die Zielsetzung für den UEFA-Cup?

Allofs: Sportlich geht es bei uns eindeutig aufwärts. Wir wollen so weit wie möglich kommen, aber natürlich auch in Bundesliga und DFB-Pokal weiter bestehen. Auch in der Liga kann man mit einer Serie noch weit nach oben kommen.

Frage: Abseits des Platzes herrschte hingegen zuletzt Unruhe. Werders Vorstandschef Jürgen L. Born ist zurückgetreten und auch Claudio Pizarro ist wegen seiner Beteiligung an einer Spielervermittlungsagentur ins Zwielicht geraten. Wie bewerten Sie die Situation?

Allofs: Unsere Transfers sind sauber. Wir haben nichts zu befürchten. Trotzdem ist dies unangenehm. Die Sache muss geklärt werden. Ich glaube aber, dass alles nicht so heiß ist, wie es gekocht wird.