Der FC Schalke 04 hat sich ein erstes Etappenziel gesetzt: Den Premiere-Ligapokal erfolgreich zu verteidigen. bundesliga.de sagt wie.

Das Ziel Titelverteidigung ist klar. Schließlich war es für die Mannschaft ein tolles Erlebnis, den Pokal im Sommer 2005 in den Händen halten zu können. Damals gewann Schalke das Finale gegen den VfB Stuttgart in Leipzig durch den Treffer von Kevin Kuranyi mit 1:0.

Junge Kräfte

Die Mannschaft hat sich im Vergleich zu 2005 stark verjüngt. Die "Oldies" Ebbe Sand, Marco van Hoogdalem und Tomasz Waldoch haben ihre Karriere beendet.

Ihre Positionen sollen junge Kräfte übernehmen: Halil Altintop kommt von Absteiger 1. FC Kaiserslautern, Mathias Abel von Ligakonkurrent FSV Mainz 05 und Peter Lövenkrands wechselt vom schottischen Traditionsclub Glasgow Rangers nach Gelsenkirchen.

Neue Sturmhoffnungen

Vor allem von Halil Altintop, in der vergangenen Saison mit 20 Treffern drittbester Torschütze der Liga, und Lövenkrands erhoffen sich Fans und Club einiges.

Die beiden Stürmer sollen entscheidend mithelfen, dass die Torausbeute besser ausfällt. "Die Statistik der abgelaufenen Saison hat gezeigt, dass wir gerade in punkto Angriffskraft noch zulegen müssen", sagt Teammanager Andreas Müller über die Neuverpflichtungen.

Im Premiere-Ligapokal 2005 zum Beispiel erzielte Schalke mit drei Toren bei 27 gezählten Schüssen eine mäßige Trefferquote. "Wir wollen in der kommenden Saison wieder mit höherem Tempo nach vorn spielen", so Müller weiter.

Wer übernimmt Poulsens Part?

Ob das wie gewünscht gelingt, hängt auch davon ab, wie gut das Mittelfeld Impulse nach vorne geben kann. Als zentraler Spielmacher fungiert weiterhin der Brasilianer Lincoln.

Gespannt sind die Fans, wie sich der Abgang von Christian Poulsen auswirkt. Der dänische Mittelfeldmann heuerte bei FC Sevilla an - jenem Verein also, an dem der Revierclub im UEFA-Cup-Halbfinale gescheitert war.

Eine erste Kostprobe ihres Tempofußballs geben die Schalker am 29. Juli, wenn es in der Vorrunde des Premiere-Ligapokals in Düsseldorf gegen Bayer Leverkusen geht.


Kurzportrait - Der Trainer: Mirko Slomka


Mirko Slomka übernahm im Januar 2006 das Kommando beim FC Schalke 04 und löste Ralf Rangnick ab, mit dem er als Co-Trainer fünf Jahre zusammengearbeitet hatte. Von 2001 bis 2004 war Slomka schon Rangnicks Assistent bei Hannover 96. Mit der Beförderung auf den Schalker Chefsessel startete Mirko Slomka schließlich seine Trainerkarriere in der Bundesliga.

Und das gleich mit großem Erfolg. Unter seiner Regie nahmen die "Knappen" sofort Fahrt auf und blieben in acht Bundesliga-Spielen in Folge ohne Niederlage. Der 38-Jährige führte die Truppe ins UEFA-Cup Halbfinale und letztlich auf Platz 4 in der Tabelle.

Beginn in Hannover

Seine Laufbahn als Coach begann Slomka bei Hannover 96. Von 1989 bis 1999 betreute er diverse Nachwuchsteams von der C- bis zur A-Jugend, in denen unter anderem die heutigen Nationalspieler Gerald Asamoah, Sebastian Kehl und Fabian Ernst spielten.

Von 1999 bis 2001 arbeitete Slomka, der Sport und Mathematik auf Lehramt studiert hatte, für Tennis Borussia Berlin. Zunächst als Jugendkoordinator, nach dem Abstieg der ersten Mannschaft aus der 2. Liga im Jahr 2000 dann als Chef. 2001 ging er zurück nach Hannover.

Als aktiver Fußballer lief Slomka nie in der Bundesliga auf. Seine Vereine waren ISG Nord, SC Harsum, TuS Lühnde, Stern Misburg, Fortuna Sachsenroß Hannover und Hannover 96.

Thorsten Schaff

bundesliga.de-Interview mit Mirko Slomka: "Wir wollen ins Endspiel"

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