Düsseldorf - "Der Fußball hat in der Gesellschaft große Bedeutung erlangt. Deshalb muss er bereit sein, der Gesellschaft etwas zurückzugeben, seine Verantwortung zu leben." Mit diesen Worten eröffnete DFL-Geschäftsführer Tom Bender gestern im Rahmen des Sport-Business-Kongresses in Düsseldorf das erste EPFL (European Professional Football Leagues)-Forum zum Thema soziale Verantwortung im Profifußball.

Unter dem Motto "Der große Fußball macht große Dinge" trafen sich rund 40 für den sozialen Bereich verantwortliche Fußball-Vertreter aus 16 Nationen in ganz Europa: Stiftungen, Clubs und Ligen aus Ländern wie Spanien, Italien, Russland und natürlich auch Deutschland.

"Strahlkraft des Fußballs nutzen"

Aus der Bundesliga waren u.a. Vertreter von Werder Bremen und dem 1. FC Nürnberg dabei, für die Liga neben Tom Bender auch Dr. Anna-Lisa Schwarz, stellvertretende Geschäftsführerin der Bundesliga-Stiftung. Sie stellte die vielfältigen Aktivitäten der 2009 gegründeten Stiftung vor. "Wir helfen anderen Sportarten, indem wir die Strahlkraft des Fußballs nutzen", sagte sie.

Populäres Beispiel ist die Aktion "Sportler für Sportler", die in TV-Spots beispielsweise mit dem Schalker Trainer Felix Magath und der Fünfkämpferin Lena Schöneborn die Sporthilfe unterstützt. Weitere Schwerpunkte sind Projekte zur Integrationsförderung, die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und die Förderung von Kindern.

Anerkennung durch die Vereinten Nationen für das Engagement der Bundesliga

Die Bundesliga, die sich durch ihr Engagement bereits die Anerkennung der Vereinten Nationen verdient hat, wird den in Düsseldorf eingeschlagenen Weg gemeinsam mit ihren europäischen Nachbarn, die unter dem Vorsitz des Portugiesen Emanuel Macedo de Medeiros in der EPFL organisiert sind, weiter gehen.

Die Delegierten aus den großen europäischen Ligen und von Clubs wie dem FC Barcelona, Real Madrid und AC Mailand haben bereits ihr nächstes Zusammentreffen für November voraussichtlich in Lissabon geplant.