Köln - Als Jürgen Klopp über seinen Abschied bei Borussia Dortmund sprach, sagte er auch wie traurig er sei, dass er die kommenden Toptalente des BVB nicht mehr trainieren könne. Die B-Jugend der Borussia hat sich gerade die Deutsche Meisterschaft gesichert. Der Reviernachbar FC Schalke 04 hatte zuvor den Titel bei der A-Jugend geholt.

Viele bekannte Stars der Bundesliga haben auch in der Jugend bereits Meisterschaften gewonnen. bundesliga.de hat zusammengestellt, welche Vereine und Spieler besonders erfolgreich waren.

Im Jugendbereich ist Stuttgart der FC Bayern

Der Rekordmeister im Jugendbereich ist der VfB Stuttgart. 17 Deutsche Meisterschaften holten die A- und B-Jugend des VfB, sowohl in der A-Jugend als auch der B-Jugend ist der VfB die Nummer Eins. Mit elf Jugend-Titeln ist Borussia Dortmund die Nummer zwei, gefolgt von Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München mit je sieben Titeln. Der Hamburger SV und Eintracht Braunschweig sind die einzigen Bundesliga-Meister, die in der Jugend nie einen Titel geholt haben.

Theoretisch könnten von den deutschen Jugend-Meistern der letzten 20 Jahre derzeit über 500 in der Bundesliga spielen. Tatsächlich sind es aber nur 44 (einige weitere spielen im Ausland wie Mario Gomez, Sami Khedira, Kevin Kuranyi oder Mesut Özil). Nicht einmal für zehn Prozent der Deutschen Meister langt es später zu einer dauerhaften Bundesliga-Karriere. Der Gewinn der Meisterschaft im Jugendbereich ist also keinesfalls ein Freifahrtschein für die große Karriere. Zwei Beispiele von Vereinen, die dafür bekannt sind, dem eigenen Nachwuchs bei den Profis eine Chance zu geben und zu fördern, sind der 1. FSV Mainz 05 und Werder Bremen.

Doch die Mainzer Meistermannschaft von 2009 und die Bremer Meistermannschaft von 1999 haben zusammen nicht einmal eine handvoll Bundesliga-Spieler hervorgebracht. Wenigstens war in beiden Teams ein späterer Starspieler (Andre Schürrle bzw. Tim Borowski).

Schalke setzt die meisten Jugendspieler ein

Aktuell hat Schalke 04 die meisten Toptalente eingesetzt. In der Saison 2014/15 kamen neun frühere deutsche Jugendmeister bei den Knappen zum Einsatz, so viele wie bei keinem anderen Verein. Hinter Schalke folgt Bayer Leverkusen mit sechs Ex-Junioren-Champions vor dem FC Bayern (5), der TSG 1899 Hoffenheim (4) sowie Hertha, Stuttgart und Wolfsburg (je 3). Nur Mönchengladbach, Bremen und Hamburg hatten aktuell keine ehemaligen Juniorenmeister in ihren Reihen. Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm sind die beiden Spieler, die nach ihren Titel in der A- und B-Jugend die meisten Titel inklusive der Weltmeisterschaft gewannen. Schweinsteiger holte als Profi 19 Titel, Lahm 18. Hinter den Münchener Eigengewächsen folgt mit einigem Abstand Jerome Boateng mit elf Titeln vor Sven Bender (5) sowie Kevin-Prince Boateng, Markus Feulner, Benedikt Höwedes, Andre Schürrle, Tom Starke und Mitchell Weiser (jeweils 3).