Frankfurt - In allen Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga wird am 20. Spieltag mit folgender Stadiondurchsage der Opfer des Nazi-Regimes gedacht:

"Der 27. Januar ist der Gedenktag für die Opfer des Holocaust. Vor 66 Jahren wurden an diesem Tag die Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz befreit. Wir erinnern heute an den Terror der Nazidiktatur und gedenken in Respekt ihrer Opfer.

Auch die Fußballvereine und der DFB haben zwischen 1933 und 1945 ihre Spieler, ihre Vorstände, ihre Förderer und Mitglieder aus der Vereinsfamilie ausgeschlossen, weil sie den rassischen, weltanschaulichen und politischen Vorstellungen der NS-Machthaber nicht entsprachen. Die Ausgegrenzten und ihre Familien wurden gedemütigt, verhöhnt, enteignet und körperlich misshandelt. Millionen Menschen, darunter unzählige Mitglieder von Sportvereinen, wurden in Haftanstalten und Lagern festgehalten und ermordet.

Aus der Geschichte zu lernen, heißt für unsere Vereinsfamilie, dass wir uns entschieden in unserem Stadion und in der Gesellschaft gegen jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus wenden. Weil wir uns der Geschichte erinnern und in Respekt der Opfer des Naziterrors gedenken, handeln wir heute: Wir sagen "Nein" zu Ausgrenzung, Diskriminierung, Hass und Gewalt - im Stadion und in der Gesellschaft."