Es war die Weihnachtsüberraschnung am Montagabend. Geschäftsführer Klaus Allofs gab die vorzeitige Vertragsverlängerung von Thomas Schaaf bekannt.

Am Dienstagmorgen stellte sich der Coach erstmals nach seiner erneuten Entscheidung für Werder der Öffentlichkeit. WERDER.DE war dabei und notierte die wichtigsten Aussagen.

Frage: Herr Schaaf, wie kam es zu ihrem erneuten Ja-Wort zu Werder und warum jetzt zu diesem Zeitpunkt?

Thomas Schaaf: Wir hatten in den letzten Wochen und Monaten viel Arbeit. Arbeit, über die wir uns freuen, weil sie natürlich auch mit unseren erfolgreichen Auftritten in alle drei Wettbewerben zu tun hat. Da geht natürlich die Aktualität immer vor. Aber während dieser gesamten Zeit, habe ich von der Geschäftsführung die Signale bekommen, dass sie die Zusammenarbeit gerne fortsetzen möchte. Und wenn man zurückblickt, dann erkennt man schon, dass wir erfolgreich waren, dass eine unserer Stärken die Kontinuität ist und dass es deswegen Sinn macht sich weiter zu engagieren. Außerdem hat sich eine Mannschaft gefunden, die sehr interessant ist.

Frage: Hatten Sie in den letzten Monaten auch mal Momente des Zweifels, ob sie weitermachen wollen?

Schaaf: Das nicht, aber natürlich überprüfe ich mich ständig. Welche Arbeit liefern wir ab? Wie wird sie aufgenommen? Was ist noch möglich? Welche Entwicklungen gibt es? Das ist fast ein täglicher Prozess.

Frage: War ihre Zusage mit Spielerpersonalien verknüpft? Ist ihnen in diesem Bereich etwas zugesichert worden?

Schaaf: Wenn wir über solche Dinge reden, dann geht es darum, eine Mannschaft zur Verfügung zu haben, die eine bestimmte Qualität erreichen kann, die in einer bestimmten Kategorie mitspielen kann. Es geht aber nicht um konkrete Namen. Natürlich ist es schön, zu wissen, dass hier bei Werder so ein Aufstieg möglich ist, wie ihn Mesut Özil genommen hat oder dass die Bewertung von Aaron Hunt über all die Jahre richtig war. Dass es gut war, an ihm festgehalten zu haben.

Frage: Haben Sie sich besondere Ziele für die Zeit bis 2012 gesteckt?

Schaaf: Da hat sich nichts verändert. Ich möchte so viele Titel gewinnen, wie es nur möglich ist. Man kann sie festhalten und in die Vitrine stellen. Titel kann einem keiner mehr nehmen. Die Erinnerungen an den DFB-Pokal-Gewinn im Sommer sind ja noch sehr frisch. Aber es geht auch weiterhin darum, eine Mannschaft zusammenzustellen, die Leistungen abliefert, mit denen man sich identifizieren kann, die selbst die Dinge in die Hand nimmt. Ein Team, das einen Fußball anbietet, für den die Fans gern ins Stadion kommen.

Das vollständige Interview finden sie auf der Webseite von Werder Bremen.