Gerhard Seckler (M.) ist der Vater von Augsburg Calling und steht als leidenschaftlicher Gitarrist auch häufig bei den Fanpartys auf der Bühne
Gerhard Seckler (M.) ist der Vater von Augsburg Calling und steht als leidenschaftlicher Gitarrist auch häufig bei den Fanpartys auf der Bühne
Bundesliga

Erfolgreiche Europatournee von Augsburg Calling

Köln - Die aktuelle Spielzeit ist für den FC Augsburg ein großes Abenteuer. Zum ersten Mal in der über hundertjährigen Geschichte konnte sich der FCA für das internationale Geschäft qualifizieren. In Anspielung auf den Schmähgesang "In Europa kennt euch keine Sau" läuft die Kommunikation zur Augsburger Europa-League-Saison auf Twitter selbstironisch unter dem Hashtag "keineSau". Doch nicht nur der Club wagte seine ersten internationalen Schritte: Auch die Faninitiative "Augsburg Calling" lud zu ihren ersten Europapokalabenden und sorgte dafür, dass man in Europa nicht nur die Spielweise, sondern auch die Gastfreundschaft der Fuggerstädter in Erinnerung behalten wird.

Empfang mit Hut und einem Lächeln

Gerhard Seckler hat schon einiges erlebt. Der leidenschaftliche Gitarrist mit obligatorischem Cowboyhut, der meist einfach "General" gerufen wird, ist der Vater von Augsburg Calling. 2006 gestaltete er zum ersten Mal ein buntes Rahmenprogramm für Gästefans und Augsburger Anhänger. Seine Grundidee war ziemlich einfach: "Die Fans beider Lager sollten respektvoll miteinander umgehen und Gäste sollten sich bei einem Fußballspiel auch wie Gäste fühlen", so Seckler.

Es dauerte einige Zeit, aber mittlerweile gehört Augsburg Calling genauso selbstverständlich zum Stadtbild wie das Puppentheater. Egal, wie groß die Rivalität der Clubs oder wie prekär die sportliche Lage auch war: Gerhard Seckler stand mit Hut und einem Lächeln am Bahnhof und begrüßte die ankommenden Fans. Über die Jahre konnte Seckler viele lokale Partner und den Club als Unterstützer gewinnen. Seit der vergangenen Saison wird das Projekt durch den "Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur", kurz PFiFF, mit 50.000 Euro gefördert. PFiFF wurde Anfang 2014 vom Ligaverband ins Leben gerufen.