Sein Ex-Trainer Ottmar Hitzfeld nannte ihn den "Aggressiv-Leader" der Mannschaft. Seit dieser Saison ist Mark van Bommel nun auch der Kapitän des FC Bayern.

Der niederländische Nationalspieler besitzt die Eigenschaften, die ein Führungsspieler benötigt.

"Er bringt vieles mit, was einen Kapitän auszeichnet. Er versprüht diesen Ehrgeiz und diesen Kampfgeist, niemals ein Spiel verloren zu geben", sagt Günter Netzer in der "Bild".

Allerdings sah van Bommel nach dem Platzverweis am Wochenende in Dortmund nun saisonübergreifend in den vergangenen zehn Bundesligaspielen drei Mal die Gelb-Rote Karte.

Diese Tatsache sorgte für Debatten.

bundesliga.de hat Reaktionen gesammelt:

Jürgen Klinsmann (Trainer FC Bayern München): Mark ist in keinster Weise ein Problem.

Franz Beckenbauer (Präsident FC Bayern München): Mark van Bommel muss lernen, sich zu beherrschen.

Mario Basler (Ex-Spieler des FC Bayern) im DSF: Sicher war die Gelb-Rote Karte am Wochenende berechtigt. Aber ich denke, man muss bei der ganzen Diskussion auch ein bisschen die Kirche im Dorf lassen. Mark van Bommel ist natürlich ein sehr aggressiver Spieler. Als Spieler mit Vorbildfunktion muss er in manchen Situationen Zeichen für die Mannschaft setzen. Er geht dabei immer an die Grenze. Ich glaube aber, dass er nach wie vor der richtige Kapitän und anerkannte Leader in der Mannschaft ist. Ich denke, dass Jürgen Klinsmann gut beraten ist, ihn weiterhin als Kapitän einzusetzen und zu unterstützen.

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München): Wichtig ist, dass er einsieht, dass es ein Fehler war. Aber ich glaube, dass er weiß, dass er sich selbst und der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen hat.

Günter Netzer (Ex-Kapitän von Borussia Mönchengladbach): Er muss jetzt Vorbild sein, als Kapitän unterlässt man einfach gewisse Dummheiten. Und er ist sich der Verantwortung bewusst, was es bedeutet, bei einem so großen Klub wie dem FC Bayern Kapitän zu sein. Dieser Verantwortung wird er auch gewachsen sein.