Die Hand ist das wohl wichtigste Arbeitswerkzeug eines jeden Torhüters - und ausgerechnet diese hatte Hannovers Schlussmann sich Anfang Oktober beim Training der DFB-Auswahl nach einem Schuss von Philipp Lahm gebrochen. Diagnose: Kahnbeinbruch.

Operation, Gips und eine mehrmonatige Zwangspause waren die Folge. Und das zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt - der 31-Jährige hatte gerade den Kampf um den Platz im Tor der deutschen Nationalmannschaft erfolgreich bestritten.

Erste Ballkontakte im Dezember

So sah man den "einhändigen" Enke im Spätherbst oft einsame Runden um den Trainingsplatz drehen. Der Heilungsprozess verlief glücklicherweise planmäßig und ohne Komplikationen.

So durften die Fans schon Anfang Dezember einen "zweihändigen" und gipslosen Robert Enke bestaunen, der zusammen mit Konditionstrainer Edward Kowalczuk wieder erste Kontakte zum runden Leder knüpfte - allerdings noch auf Sparflamme.

Comeback gegen Schalke?

Die Trainingsintensität nahm dann zu Beginn des neuen Jahres deutlich zu. Nachdem Enke auch im Winterurlaub fleißig für sein Comeback geschuftet hatte, zeigte er bereits zum Trainingsauftakt am Montag erstmals wieder Flugparaden und wehrte die Schüsse von Torwarttrainer Jörg Sievers fast in gewohnter Manier ab.

Kurz vor seinem nächsten Etappenziel - der Rückkehr ins Mannschaftstraining - will er aber noch nichts überstürzen: "Das wird aber frühestens im Trainingslager in Portugal der Fall sein". Am kommenden Dienstag hebt die Maschine mit den 96-Profis in den Süden Europas ab.

Sollte Enke weiterhin so gut im Zeitplan liegen, könnte er schon zum Rückrundenauftakt gegen Schalke 04 wieder da stehen, wo er eigentlich hingehört: im Tor von Hannover 96.