Austragungsort des Premiere-Ligapokal-Finales ist Leipzig. bundesliga.de stellt die Stadt vor, die auch neben Fußball viel zu bieten hat.

Erneut findet das Endspiel des Premiere-Ligapokals auch 2006 wieder in Leipzig statt. Am 5. August kommt es zum Showdown der beiden Finalisten im Zentralstadion, das nach seinem Umbau für rund 116 Millionen Euro knapp 45.000 Zuschauern Platz bietet.

Zuvor war die Betonschüssel als "Stadion der Hunderttausend" bekannt. Denn Leipzig hält den deutschen Zuschauer-Rekord für Fußball-Punktspiele: Am 9. September 1956 strömten mehr als 100.000 Zuschauer zum Ortsderby zwischen SC Rotation Leipzig und SC Lokomotive Leipzig.

Gründungsort des DFB

Auch mit dem Deutschen Fußball-Bund ist die Stadt auf ewig verbunden. Schließlich war sie am 28. Januar 1900 der Gründungsort des DFB. Leipzig war auch Austragungsort beim Confed Cup 2005 und gehörte zu den zwölf FIFA-WM-Spielstätten.

Die knapp 500.000 Einwohner zählende Sachsen-Metropole hat aber auch neben dem Fußball einiges zu bieten. Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert und Clara Schumann und Richard Wagner sind nur einige der Musiker, die in Leipzig Großes bewirkt und Leipzig so zum Titel 'Musikstadt' verholfen haben.

Kneipenmeile "Drallewatsch"

Kulinarisch lässt die originelle Gaststättenmeile 'Drallewatsch' keinen Wunsch offen, egal ob gutbürgerliche Küche oder Szenekneipe. Gastronomie und Kultur gehen hier Hand in Hand. "Drallewatsch" ist übrigens ein ursächsischer Begriff für "etwas erleben" oder 'auf den Schwof gehen.

Apropos Gaststätte: Leipzig nennt auch eine der zehn bekanntesten Lokalitäten der Welt sein Eigen: "Auerbachs Keller". Der historische Ort ist durch Goethes "Faust" berühmt. Deutschlands Literaturgenie studierte von 1765 bis 1786 in Leipzig und war wohl von den Kellergewölben derart fasziniert, dass er sie in sein Nationaldrama aufnahm.

Geschichte und Badevergnügen inklusive

Darüber hinaus steht auch der größte Denkmalsbau Europas in Leipzig: das Völkerschlacht-Denkmal. Zum Gedenken an die Völkerschlacht von 1813 errichtet, bietet der Bau all denjenigen, die die 364 Stufen erklimmen, durch eine Plattform in 91 Metern Höhe zur Belohnung eine herrliche Aussicht über die Stadt.

Und wem das zu anstrengend ist, noch dazu bei hochsommerlichen Temperaturen, der sollte einen Ausflug an den Cospudener See wagen. Der am südlichen Stadtrand gelegene Badesee bietet zahlreiche Wassersport- und Freizeitaktivitäten und eine besondere Attraktion: im Zörbigker Hafen steht eine Sauna im See bereit!

Nach gelungener Abkühlung steht dann ja einem Besuch des Finales des Premiere-Ligapokals nichts mehr im Wege.

Denis Huber