Köln - Emotional wird die Rückkehr von Huub Stevens nach Köln: Zum ersten Mal seit dem Bundesliga-Aufstieg 2005 ist der niederländische Trainer von Schalke 04 am Samstag mit den "Königsblauen" wieder zu Gast bei den "Geißböcken" (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Der 58-Jährige freut sich auf seine Rückkehr in die Domstadt. "Ich mag die Mentalität immer noch sehr. Eine Gänsehaut werde ich aber nicht mehr haben, wenn ich ins Stadion gehe. Dafür ist mein Abschied zu lange her."

Stevens: Nicht nur Podolski gefährlich

Einen Spieler kennt Stevens dabei ganz besonders gut: Lukas Podolski. Kölns Toptorjäger stand bereits im Kader, als der Niederländer den 1. FC Köln in der Saison 2004/05 zur Zweitliga-Meisterschaft geführt hatte. "Ich hatte eine gute Zeit dort", erinnert sich Stevens.

Aber das sei Vergangenheit. "Jetzt geht es für mich darum, mit Schalke in Köln erfolgreich aufzutreten. Denn wir wollen unsere gute Ausgangslage in der Bundesliga weiter verbessern." Podolski sei zudem nicht der einzige Akteur der Geißböcke, auf den die Knappen aufpassen müssen. "Slawomir Peszko, Milivoje Novakovic und Christian Clemens sind sehr gute Offensivspieler", erklärt Stevens.

"Der Druck ist natürlich groß"

FC-Trainer Stale Solbakken freut sich darüber, dass Podolski "hundertprozentig fit ist" und wie Rückkehrer Milivoje Novakovic eine Trainingswoche mehr in den Beinen hat. Solbakken erwartet eine enge Begegnung gegen die derzeit "torgefährlichste Mannschaft der ganzen Liga". In Henrique Sereno und Kevin McKenna stehen dem FC wieder zwei Alternativen in der Deckung zur Verfügung.

Nach der Niederlage in Wolfsburg (0:1) zum Rückrundenauftakt liegt Köln nur noch vier Punkte vor dem Relegationsplatz. "Der Druck ist natürlich groß, wenn man keine Punkte holt", sagte Solbakken. Doch der Trainer vertraut auf die eigene Heimstärke und die gute Vorbereitung: "Wir haben eine große Möglichkeit zu punkten."

Raul und Farfan fallen aus

Bei Schalke fehlt Stürmerstar Raul wegen einer Wadenverhärtung. Verzichten müssen die Gäste außerdem auf Kapitän Benedikt Höwedes, der nach seinem dreifachen Jochbeinbruch im Spiel gegen den VfB Stuttgart (3:1) erfolgreich operiert worden ist, und auf Jefferson Farfan, der nach seinem Innenbandriss im Knie zumindest schon wieder im Training steht.

Auch auf Lewis Holtby (Sprunggelenksverletzung) und den gesperrten Jermaine Jones kann Trainer Stevens nicht zurückgreifen. Nicht nur deshalb warnt Stevens: "Köln ist vor allem zuhause sehr stark. Für uns wird es nicht einfach, dort etwas Zählbares zu erreichen."