Dortmund - Nach rund zwei Jahren Planung und Produktion feierte am Abend des 16. März 2015, pünktlich um 19.09 Uhr, die Dokumentation "Am Borsigplatz geboren – Franz Jacobi und die Wiege des BVB" im Dortmunder Cinestar-Kino Premiere. Unter den exakt 613 geladenen Gästen und Förderern des Films befanden sich neben den BVB-Profis Kevin Großkreutz und Sebastian Kehl auch Jacobis Familienangehörige.

Eigentlich hätte die abendfüllende und komplett über Spenden finanzierte Dokumentation über einen der wichtigsten Männer in der Geschichte des "Ballspielvereins Borussia 09 e.V. Dortmund" bereits am 19. Dezember 2014 – am 105. Geburtstag des BVB – seine Premiere feiern sollen. Doch die Filmemacher Jan-Henrik Gruszecki, Marc Quambusch und Gregor Schnittker gaben das symbolträchtige Datum zugunsten des letzten Feinschliffs an dem ambitionierten Projekt auf.

Spannende Geschichtsstunde für alle BVB-Fans

Heute, rund ein Vierteljahr später, konnten sich die 613 Premierengäste im Dortmunder Cinestar-Kino davon überzeugen, dass sich das Warten mehr als gelohnt hat: "Am Borsigplatz geboren  - Franz Jacobi und die Wiege des BVB" ist eine beeindruckende und emotionale Geschichtsstunde für jeden geworden, der den BVB im Herzen trägt.

In dem 94-minütigen Werk kommen sowohl die noch lebenden Wegbegleiter der zentralen Figur in der Gründungsgeschichte von Borussia Dortmund zu Wort, als auch der aktuelle BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball, der seinem 1979 verstorbenen Amtsvorgänger attestiert: "Ohne ihn wären wir alle nicht hier."

Für die Filmemacher, allesamt Journalisten und teilweise in der aktiven BVB-Fanszene zuhause, bot sich mit dem über Crowdfunding, also rein aus Spenden finanzierten Projekt die wohl letzte Chance, die BVB-Entstehungsgeschichte anhand der Schilderungen von Jacobis Mitstreitern und Nachkommen detailliert und in teilweise aufwendigen Spielszenen aufzubereiten – so erwacht die "Weiße Wiese", der erste Spielort des BVB, genau so eindrucksvoll zum Leben wie die dramatischen Stunden der Vereinsgründung in der Gaststätte "Zum Wildschütz" unweit des Borsigplatzes. "In zehn Jahren," sagt Filmemacher Quambusch über die teilweise betagten Protagonisten, "hätten wir den Film nicht mehr machen können."

Minutenlanger Applaus für die Filmemacher

Umso schöner, dass es Gruszecki, Quambusch und Schnittker gelungen ist, den Geist der Anfangstage des Ballspielvereins in derart eindringlicher Form für alle Zeiten zu konservieren. "Ein tolles filmisches Denkmal für den BVB und die Stadt Dortmund," befand auch BVB-Profi Sebastian Kehl im Anschluss an die Premiere, bei der die Filmemacher mit minutenlangen stehenden Ovationen bedacht wurden.

Neben dem BVB selbst hatten sich über 3000 Fans und Unterstützer an den Produktionskosten des Films beteiligt, der damit Deutschlands bisher größtes Crowdfundingprojekt darstellt.

Nähere Infos zu "Am Borsigplatz geboren – Franz Jacobi und die Wiege des BVB" gibt es  unter franz-jacobi.de