Die Elfenbeinküste muss bei der Fußball-WM in Südafrika (11. bis 11. Juli) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf ihren Superstar Didier Drogba verzichten. Der Stürmer vom englischen Meister FC Chelsea hat sich am Freitag im Länderspiel gegen Japan (2:0) einen Ellbogenbruch zugezogen.

"Wir wissen nicht, ob er bei der WM eingesetzt werden kann. Wir denken, dass immer noch alles möglich ist", sagte Sven-Göran Eriksson, schwedischer Trainer der Elfenbeinküste: "Es ist sehr schlimm. Er ist der Kapitän und unser bester Spieler." Nach Angaben der französischen Sporttageszeitung L'Equipe hat Drogba bereits selbst erklärt, dass er in Südafrika nicht eingesetzt werden könne.

Dies wurde jedoch auf der Webseite des ivorischen Verbandes dementiert. Dort hieß es, dass Drogba seine Teilnahme noch nicht abgesagt habe.

Demel und Hasebe dabei

Bei der Begegnung im schweizerischen Sion musste der 32-jährige das Spielfeld in der 18. Minute verlassen. Der Starspieler der "Elefanten" erlitt die Verletzung bei einem harmlosen Zusammenstoß mit dem Japaner Marcus Tulio Tanaka, der fünf Minuten zuvor einen Freistoß des Topspielers der Ivorer zum 0:1 ins eigene Tor abgefälscht hatte (13.). Den zweiten Treffer für die Elfenbeinküste markierte Kolo Toure (80.).

Guy Demel vom Bundesligisten Hamburger SV kam bei den Afrikanern über die volle Distanz zum Einsatz, der Japaner Makoto Hasebe (VfL Wolfsburg) spielte ebenfalls 90 Minuten.