Historischer Jubel: Gegen Mainz 05 erzielt Elias Kachunga (l.) das erste Tor der Paderborner Bundesliga-Geschichte
Historischer Jubel: Gegen Mainz 05 erzielt Elias Kachunga (l.) das erste Tor der Paderborner Bundesliga-Geschichte
Bundesliga

Elias Kachunga - Nestwärme für den Wandervogel

Köln - Am Fuße des 266 Meter hohen Kölner Fernsehturmes lernte Elias Kachunga einst bei Eintracht Köln das Fußballspielen. Schon mit drei Jahren wuselte der Sohn eines kongolesischen Vaters und einer deutschen Mutter über die Ascheplätze der Domstadt. Bevor Kachunga aber auch in der Bundesliga zum Höhenflug ansetzte, legte der explosive Angreifer einen weiten Weg zurück.

Bundesliga-Debüt schon 2010

Als der kleine Elias sechs war, zogen die Eltern nach Hilden in die Nähe von Düsseldorf. Über den SSVg 06 Haan und den VfB Hilden landete er 2005 in der Jugendabteilung von Borussia Mönchengladbach. Seine Anlagen waren den Scouts der Fohlen nicht verborgen geblieben. Enorme Schnelligkeit und viel Spielwitz prägten schon im jungen Alter das Spiel des gebürtigen Kölners, der von der U17 an alle Juniorennationalmannschaften des DFB durchlaufen hat.

Den endgültigen Durchbruch schaffte Kachunga in Mönchengladbach aber nicht, auch wenn er im Februar 2010 für die Fohlen sein erstes Bundesliga-Spiel bestritt. Die Rolle des jungen Himmelsstürmers blieb in Gladbach Marco Reus vorbehalten. Kachunga suchte sein Glück woanders. 2012 wechselte er auf Leihbasis zum VfL Osnabrück, wo er mit zehn Toren in 17 Drittligaspielen nachhaltig auf sich aufmerksam machte.

Mit entsprechend hohen Erwartungen wurde er im Sommer 2012 bei Bundesliga-Absteiger Hertha BSC vorgestellt. Bereits in der Winterpause wurde der Leihvertrag wieder aufgelöst. Nur zwei Mal durfte er für die Berliner in der 2. Bundesliga ran - zu wenig für den ehrgeizigen Kachunga. In der Rückrunde 2012/13 stürmte Kachunga für den SC Paderborn. Dort stand er in elf von 14 Spielen in der Startelf - der Beginn einer wunderbaren Liebesgeschichte.

2013/14 baute er seinen Stellenwert noch einmal aus. 33 Mal stand Kachunga in Paderborns Aufstiegssaison auf dem Feld. Nur das entscheidende letzte Spiel gegen Aalen verpasste er verletzungsbedingt. Nach dem Aufstieg verließ er auch endgültig die Borussia und unterschrieb nach anderthalb Jahren als Leihspieler einen Vertrag beim SC Paderborn.

Historischer Treffer gegen Mainz