München - Es war ein verrücktes Bundesliga-Wochenende: Den Anfang machten die "Roten Teufel" mit ihrem Coup am "Betze", es ging weiter mit der irren Partie zwischen Wolfsburg und endete mit dem Spektakel der "Fohlen" in Leverkusen.

Diese turbulenten Ereignisse spiegeln sich auch in der "Elf des 2. Spieltags" wieder, die die bundesliga.de-User gewählt haben.


Tor

Tobias Sippel (1. FC Kaiserslautern): Der junge Keeper der "Roten Teufel" war beim Sieg gegen den Rekordmeister sicherer Rückhalt. Alle drei Schüsse auf seinen Kasten wehrte er ab.


Abwehr

Konstantin Rausch (Hannover 96): Der Linksverteidiger hat mit den 96ern einen perfekten Saisonstart hingelegt. Auf Schalke leitete er mit seinem 1:0 den Sieg ein - bereits sein zweiter Saisontreffer. Außerdem kamen 80 Prozent seiner Pässe an.

Joris Mathijsen (Hamburger SV): Die starken Werte des Niederländers beim "Dreier" in Frankfurt: Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1, 88 Prozent gewonnene Zweikämpfe, nur ein Foul und 95 Prozent erfolgreiche Pässe.

Isaac Vorsah (1899 Hoffenheim): Als alle am Millerntor mit einem Remis rechneten, hatte der Ghanaer seinen großen Auftritt. Bei einer Ecke in der 87. Minute rückte er mit auf und staubte im Fünfer zum Goldenen Tor ab. Der Innenverteidiger entschied in der 1899-Defensive 88 Prozent der Mann-gegen-Mann-Duelle für sich.

Florian Dick (1. FC Kaiserslautern): Der Rechtsverteidiger hatte Franck Ribery im Freitagsspiel souverän im Griff und ließ den französischen Dribbelkünstler nicht zur Entfaltung kommen - 58 Prozent gewonnene Zweikämpfe. Und er schaltete sich über rechts immer wieder in die Vorwärtsbewegung ein.


Mittelfeld

Ivo Ilicevic (1. FC Kaiserslautern): Der Kroate besorgte in der 36. Minute mit einem herrlichen Schlenzer aus 20 Metern die Führung für die Lauterer und bereitete eine Zeigerumdrehung später das 2:0 vor. Die Gelb-Rote Karte in der Nachspielzeit wird der Mann des Spiels locker verschmerzen können.

Diego (VfL Wolfsburg): Was für eine Rückkehr des Brasilianers in die Bundesliga! Der neue "Wolf" wirbelte die Mainzer Hintermannschaft in der 1. Halbzeit im Zusammenspiel mit Edin Dzeko immer wieder durcheinander und traf in der 30. Minute selbst zum 3:0. Dass es am Ende doch nicht zum Sieg reichte, lag keineswegs an dem Ballkünstler sondern vielmehr an den 05ern und ihrer überragenden Moral.

Marco Reus (Borussia Mönchengladbach): Das 6:3 der Borussia in Leverkusen war das spektakulärste Spiel des Wochenendes - und einer der Hauptakteure eben Reus. Er gab drei Torschüsse ab, von denen einer zum 6:2 im Netz zappelte und bereitete dazu noch einen Torabschluss vor.

Patrick Herrmann (Borussia Mönchengladbach): Noch einen Tick mehr als Reus spielte sich Herrmann gegen die "Werkself" in einen Rausch. Zwei Tore standen am Schluss für das19-jährige Offensivtalent auf der rechten Außenbahn zu Buche.


Angriff

Marko Arnautovic (Werder Bremen): Der Österreicher feierte ein bärenstarkes Startelfdebüt für die "Grün-Weißen". Er war an drei der vier Werder-Tore direkt beteiligt (zwei Tore, ein Assist), sein Kracher zum 4:1 war außerdem ein richtig schöner Treffer.

Edin Dzeko (VfL Wolfsburg): Der Bosnier ballerte die "Wölfe" mit seinem "Doppelpack" zur scheinbar komfortablen Führung und harmoniert wunderbar mit dem neuen Spielmacher Diego. So richtig glücklich war er trotz seiner persönlichen Top-Leistung am Abend nach dem 3:4 aber wohl doch nicht.