Zusammenfassung

  • Nach zuvor elf ungeschlagenen Pflichtspielen mit zehn Siegen und einem Remis musste sich Eintracht Frankfurt erstmals seit Ende September (1:3 in Mönchengladbach) wieder geschlagen geben.

  • Wolfsburg feierte seinen fünften Saisonsieg und damit schon zwei mehr als in der kompletten Hinrunde der vergangenen Spielzeit.

  • Wolfsburg gewann vier der letzten fünf Bundesliga-Spiele gegen Frankfurt und feierte den dritten Bundesliga-Sieg bei der Eintracht in Folge.

Frankfurt - Der VfL Wolfsburg hat Eintracht Frankfurt beeindruckenden Siegeszug vorerst gestoppt und einen Sprung der hessischen Himmelsstürmer auf Platz zwei der Bundesliga verhindert. Die Wölfe feierten einen 2:1 (1:0)-Auswärtssieg bei den formstarken Frankfurtern. Es war zudem die erste Eintracht-Niederlage nach zuletzt elf Siegen in zwölf Pflichtspielen.

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FANTASY HEROES: Daniel Ginczek (15 Punkte) / Admir Mehmedi (13) / Luca Jovic (10)

Admir Mehmedi (31.) und Daniel Ginczek (68.) vollendeten zwei der zahlreichen Konter der Gäste, Luka Jovic (87.) machte es spät noch einmal spannend. Statt sich zum ersten Verfolger von Spitzenreiter Borussia Dortmund aufzuschwingen, rutschte Frankfurt durch die erste Niederlage seit dem 5. Spieltag auf Rang fünf ab. Wolfsburg hat mit nun 18 Punkten als Achter wieder Kontakt zu den Europapokal-Plätzen.

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Drei Tage nach dem berauschenden 4:0-Erfolg im Europa-League-Spiel gegen Olympique Marseille hatte Hütter wieder seine nominell stärkste Elf aufgeboten. Und diese machte anfangs klar, warum sie seit Wochen zu den heißesten Teams der Bundesliga zählt. Keine drei Minuten dauerte es, da feuerte Filip Kostic den ersten Warnschuss ab, keine fünf Minuten da tauchte Ante Rebic erstmals gefährlich vor dem Tor auf.

Wolfsburg feiert das 1:0 - Sebastien Haller ist frustriert
Wolfsburg feiert das 1:0 - Sebastien Haller ist frustriert © gettyimages / Alex Grimm

Nur Sekunden später wurde der kroatische Vize-Weltmeister dann am Sechzehner zu Fall gebracht, das Foul nach Überprüfung durch den Videoschiedsrichter jedoch knapp außerhalb des Strafraums verortet. Den fälligen Freistoß schoss Kostic in die Mauer, doch spätestens nach Jonathan de Guzmans (13.) Pfostenschuss war klar: Die Eintracht wollte das nächste Offensiv-Feuerwerk zünden.

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"Wir wussten, dass dieser Tag kommen würde. Es ist nicht vorbei, das zeigen wir nächste Woche." Jetro Willems (Eintracht Frankfurt)

Wolfsburg bemühte sich vor 48.000 Zuschauern sichtbar, das Tempo aus der Partie zu nehmen und die Frankfurter dadurch etwas aus dem Tritt zu bringen. Das gelang allerdings nur phasenweise, sodass die Gastgeber weitere Chancen hatten. Es ergaben sich jedoch auch immer wieder Möglichkeiten zum Kontern für die Gäste.

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VfL-Stürmer Wout Weghorst (27.) schlenzte bei einer solchen zunächst noch an die Latte, doch Mehmedi traf beim nächsten gefährlichen Gegenangriff trocken ins lange Eck. Die Eintracht wirkte vom inzwischen ungewohnten Gefühl des Rückstands geschockt.

"Um Eintracht Frankfurt zu besiegen brauchst du auch ein wenig Glück. Aber wir haben uns den Sieg erarbeitet." Daniel Ginczek (VfL Wolfsburg)

Auch in Halbzeit zwei hatte Wolfsburg durch John Anthony Brooks (55.) die erste gute Gelegenheit und war in der Folge das gefährlichere Team. Die zuletzt so dominante Eintracht stemmte sich zunehmend wütend gegen die drohende Niederlage. Ein Treffer von Sebastien Haller (67.) wurde wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen, stattdessen traf Ginczek im Gegenzug. Jovics achter Saisontreffer kam zu spät.

SID

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Spieler des Spiels: Daniel Ginczek

Daniel Ginczek legte das 1:0 vor und erzielte das 2:0 gleich selbst und war damit erstmals in seiner Zeit beim VfL Wolfsburg in einem Spiel an zwei Toren beteiligt. Ginczek war an fünf der 13 Wolfsburger Torschüsse beteiligt (drei abgegeben, zwei vorgelegt) und gewann für einen Stürmer gute 50 Prozent seiner Zweikämpfe.

Bilder des Spiels

Gelson Fernandes im Zweikampf mit Elvic Rexbehcaj
Gelson Fernandes im Zweikampf mit Elvic Rexbehcaj © gettyimages / Daniel Roland
Admir Mehmedi ist vor Filip Kostic am Ball
Admir Mehmedi ist vor Filip Kostic am Ball © gettyimages / Alex Grimm
Daniel Ginczek feiert seinen Treffer zum 2:0
Daniel Ginczek feiert seinen Treffer zum 2:0 © gettyimages / Daniel Roland
Luca Jovic kann kurz vor Schluss noch das 1:2 erzielen
Luca Jovic kann kurz vor Schluss noch das 1:2 erzielen © gettyimages / Alex Grimm