Zusammenfassung

  • Eintracht Frankfurt ist in der Bundesliga seit acht Heimspielen ungeschlagen (fünf Siege, drei Remis).

  • Hoffenheim ging im 335. Bundesliga-Spiel zum 100. Mal mit einem Unentschieden vom Platz.

  • Serge Gnabry schoss in den letzten fünf Bundesliga-Spielen fünf Tore.

Köln - Eintracht Frankfurt hat die "Europa-Attacke" der TSG 1899 Hoffenheim erfolgreich abgewehrt - der Sprung auf Rang vier wird aber mit Blick auf das Montagsspiel zwischen den Verfolgern Leipzig und Leverkusen nur eine Momentaufnahme bleiben. Beim 1:1 verpassten die heimstarken Hessen zwar den sechsten Sieg zu Hause in Folge, sind aber weiter unbesiegt.

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FANTASY HEROES: Nico Schulz (9 Punkte), Marius Wolf (8), Marco Fabian, Mark Uth (je 7)

Der formstarke Luka Jovic (49.) brachte Frankfurt zunächst in Führung, Hoffenheims Serge Gnabry (56.) glich wenig später aus. Damit wird die Eintracht am Montagabend in der Tabelle definitiv entweder von Vizemeister RB Leipzig oder Bayer Leverkusen, bei einem Remis sogar von beiden verdrängt werden.

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Vor 50.500 Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena erwischten die Gastgeber den besseren Start. Sie waren körperlich und geistig häufig einen Schritt schneller als ihre Gegenspieler, der flinke Marius Wolf (4.) nutzte diesen Vorteil auf dem rechten Flügel zum ersten Vorstoß. Die nächste Gelegenheit bot sich dem seit Wochen starken Jovic (17.) per Kopf.

Kevin-Prince Boateng setzt sich nach einer Ecke durch
Kevin-Prince Boateng setzt sich nach einer Ecke durch © gettyimages / Grimm / Bongarts

Während die Eintracht vor Spielfreude strotzte, taten sich die Hoffenheimer weiterhin schwer. Zwar besaß Florian Grillitsch (19.) eine Möglichkeit aus vielversprechender Position, ansonsten gelang dem Team von Trainer Julian Nagelsmann aber kaum eine Offensivaktion. Zu allem Überfluss offenbarten die Kraichgauer, die auf ihren verletzten Kapitän und Abwehrchef Kevin Vogt verzichten mussten, Probleme mit den schnellen Gegenstößen der Frankfurter.

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"Uns hilft der Punkt auf jeden Fall, wir halten den Vorsprung auf Hoffenheim. Das ist eine Menge wert." Fredi Bobic (Sportvorstand Frankfurt)

Als die Partie nach einer guten halben Stunde an Qualität zu verlieren drohte, wäre beinahe der glückliche Treffer für Hoffenheim gefallen. Ein Ball von Andrej Kramaric (37.), den SGE-Schlussmann Lukas Hradecky offenbar unterschätzt hatte, kullerte an den Innenpfosten. Kurz vor der Pause entschärfte auf der anderen Seite Oliver Baumann den Schuss von Marco Russ (42.) aus kürzester Distanz mit einer Weltklasse-Parade.

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Die Aktionen vor dem Seitenwechsel weckten Hoffnungen auf einen rasanten zweiten Durchgang - und die Teams gaben tatsächlich mit dem Wiederanpfiff Vollgas. Auf Frankfurter Seite wurde der Erfolg bringende Angriff erneut über die rechte Außenbahn aufgezogen, die Hereingabe von Wolf grätschte Jovic ins Tor. Nicht minder sehenswert war der Treffer von Gnarby, der aus spitzem Winkel traf.

"Beide Teams hatten Chancen, doch das Ergebnis geht in Ordnung. Es war ein sehr interessantes und gutes Fußballspiel." Julian Nagelsmann (Trainer Hoffenheim

Mit dem Spielstand wollte sich allerdings keine Mannschaft zufrieden geben. Intensität und Spannung nahmen fortan zu, phasenweise kämpften beide Teams mit offenem Visier. Der für Jovic eingewechselte Sebastien Haller besaß in dieser Phase die beste Gelegenheit und scheiterte mit seinem Kopfball (69.) an der Latte.

(Quelle: SID)

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Spieler des Spiels: Luka Jovic

Luka Jovic traf im vierten Bundesliga-Spiel in Folge, er erzielte sein achtes Saisontore – Spitze bei der Eintracht zusammen mit Sebastien Haller. Obwohl er angeschlagen relativ früh ausgewechselt werden musste (55.) gab kein Spieler mehr Torschüsse ab Jovic (drei).

Bilder des Spiels

Frankfurts Marco Russ foult nicht nur Kaderabek, sondern erwischt auch seinen Mitspieler Jetro Willems
Frankfurts Marco Russ foult nicht nur Kaderabek, sondern erwischt auch seinen Mitspieler Jetro Willems © gettyimages / Grimm / Bongarts
Oliver Baumann stand im TSSG-Tor seinen Mann, wie hier gegen Marco Fabian
Oliver Baumann stand im TSSG-Tor seinen Mann, wie hier gegen Marco Fabian © gettyimages / Grimm / Bongarts
Nur Aluminium: Die Frankfurter ärgern sich, dass Haller die Latte und nicht das Tor trifft
Nur Aluminium: Die Frankfurter ärgern sich, dass Haller die Latte und nicht das Tor trifft © gettyimages / Grimm / Bongarts
Marc Uth jubelt mit TSG-Torschütze Serge Gnabry über das 1:1
Marc Uth jubelt mit TSG-Torschütze Serge Gnabry über das 1:1 © gettyimages / Grimm / Bongarts