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Eintracht in Topform: Fünf Gründe für einen Frankfurt-Sieg in Dortmund

Eintracht Frankfurt präsentiert sich zuletzt sowohl in der Bundesliga also auch im DFB-Pokal in starker Verfassung. Es gibt gute Gründe, warum die Hessen nun auch in Dortmund gewinnen können. bundesliga.de hat fünf gesammelt:

1. Die Eintracht ist das Team der Stunde

Eintracht Frankfurt legte mit zehn Punkten und 10:2 Toren den besten Rückrundenstart der Vereinsgeschichte hin, feierte zuletzt gegen den FC Augsburg den höchsten Saisonsieg (5:0) und setzte sich im DFB-Pokal gegen RB Leipzig durch und zog somit ins Viertelfinale ein – viel besser konnte es kaum losgehen für die Hessen.

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Im Jahr 2020 ist die Eintracht damit bislang auf Augenhöhe mit den Spitzenteams in der Bundesliga. In der Rückrundentabelle liegt die Mannschaft von Trainer Adi Hütter mit der bisherigen Ausbeute sogar auf dem zweiten Platz - punktgleich mit dem Tabellenführer Bayern München.

Filip Kostic (M.) ist in der Rückrunde bei Eintracht Frankfurt in Topform - Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

2. Viererkette bringt den Aufschwung

Die Umstellung der Eintracht von Dreierkette auf Viererkette ist ursächlich für den Aufschwung 2020. Die Flügelspieler Filip Kostic und Timothy Chandler haben somit eine Absicherung hinter sich - und das nutzten die beiden prompt gnadenlos aus.

Kostic war zuletzt gegen Augsburg mal wieder der überragende Spieler und an vier der fünf Frankfurter Tore beteiligt: Der Serbe zeigte sein ganzes Repertoire, schlug in dieser Saison zum sechsten Mal eine Ecke sowie zum vierten Mal eine Flanke zu einem Tor (beides ist Bundesliga-Spitze) und erzielte kurz vor Schluss seine Saisontore drei und vier. Beeindruckende Zahlen.

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Aber auch bei Chandler ist eine Steigerung sichtbar: Bis Weihnachten 2019 hatte der 29-Jährige 106 Bundesliga-Spiele für Frankfurt bestritten und dabei drei Tore erzielt. In den vier Spielen der Rückrunde 2019/20 war es nun schon eines mehr - gegen Augsburg gelang ihm zudem der erste Doppelpack in der Bundesliga.

3. Gefährliche Frankfurter Flügelzange

Vor dem 17. Spieltag nahm Adi Hütter die Umstellung auf Viererkette vor und viele Trainer hätten sie nach der 1:2-Niederlage in Paderborn noch vor Weihnachten vermutlich wieder verworfen. Doch Hütter blieb dabei - und verfügt nun über die gefährlichste Flügelzange der Bundesliga! Kostic war in der Rückrunde an sechs Toren beteiligt (drei geschossen, drei vorgelegt), Chandler an vier (alle selbst erzielt).

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Frankfurt war zwar schon in der Hinrunde stark nach Flanken, steigerte sich durch die System-Umstellung im Jahr 2020 in dieser Disziplin noch einmal. Insgesamt 13 Tore nach Flanken sind ligaweit die meisten. In diesem Kalenderjahr fiel die Hälfte der zehn Bundesliga-Tore in der Bundesliga Flanken. Passend dazu sind neun Tore nach Ecken und zehn Tore per Kopf ebenfalls Ligaspitze.

Kaum zu stoppen: Filip Kostic - Jan Huebner/Scheiber via www.imago-images.de/imago images/Jan Huebner

4. BVB mit Personalsorgen

Borussia Dortmund muss nach dem schmerzhaften Ausfall seines zweitbesten Torschützen (elf Tore) und Scorers (16 Torbeteiligungen) Marco Reus nun auch noch auf den zuletzt formstarken Julian Brandt verzichten. Der Sommer-Neuzugang des BVB zog sich bei der 3:4-Niederlage in Leverkusen einen Außenband-Anriss zu und fällt bis auf Weiteres aus.

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Damit müssen die Dortmunder gegen Frankfurt auf einen weiteren wichtigen Baustein in der Kreativzentrale verzichten. Und das, wo Brandt gerade so richtig in Form zu kommen schien. Drei seiner fünf Scorer-Punkte der laufenden Saison sammelte er in den letzten sechs Bundesliga-Spielen.

Starke Defensive: Kevin Trapp und Stefan Ilsanker - Lukas Schulze/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images

5. Keine Angst vor Haaland

Nach sieben Treffern in seinen ersten drei Einsätzen (neuer Bundesliga-Rekord) schien BVB-Winterneuzugang Erling Haaland unaufhaltsam. Doch schon in Leverkusen am vergangenen Spieltag war der junge Norweger nur 38 Mal am Ball, gab lediglich zwei Torschüsse ab und blieb erstmals in einem Pflichtspiel für Borussia Dortmund ohne Tor. Es war das erste Spiel im BVB-Trikot, in dem der 19-Jährige über die volle Distanz spielte. Seit 91 Bundesliga-Minuten ist der Norweger nun ohne Tor. Zuvor hatte er im Schnitt alle 19 Minuten getroffen.

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Doch gegen die Eintracht könnte es für Haaland nun noch schwieriger werden - er bekommt es schließlich mit der zweitbesten Defensive der Rückrunde zu tun. Frankfurt kassierte in den bisherigen vier Spielen nur zwei Gegentore (beide nach Standards – aus dem Spiel heraus also noch keins). Nur der FC Bayern hat ein Gegentor weniger kassiert.