Zusammenfassung

  • Eintracht Frankfurt feierte den vierten Bundesliga-Heimsieg in Folge. Innerhalb einer Saison hatte es eine solche Serie zuletzt vor 18 Jahren unter Felix Magath gegeben.

  • Hannover verlor die letzten fünf Pflichtspiele gegen Eintracht Frankfurt allesamt.

  • Eintracht Frankfurt weist mit 42 Punkten nach 25 Spieltagen die beste Bilanz seit der Spielzeit 1993/94 auf.

Frankfurt - Eintracht Frankfurt darf nach einem abgezockten Auftritt gegen Hannover 96 weiter von der Champions League träumen. Gegen biedere Gäste siegte die Mannschaft von Trainer Niko Kovac mit 1:0 (1:0) und verteidigte damit ihren Platz unter den Top4 der Bundesliga. Inklusive des Pokal-Viertelfinals gegen Mainz 05 (3:0) war es für die formstarken Hessen der fünfte Heimsieg in Serie.

FANTASY HEROES: Danny da Costa (19 Punkte)/ Ante Rebic (12) / u.a. Jonathan de Guzman (11)

Danny da Costa (39.) erzielte das Tor für die Eintracht, die damit nach dem 0:1 in der Vorwoche beim VfB Stuttgart auch auf ihre siebte Saisonpleite umgehend einen Sieg folgen ließ. Hannover, dessen wenige mitgereiste Fans wegen des schwelenden Konflikts mit Klub-Boss Martin Kind erneut fast vollständig auf Unterstützung der Mannschaft verzichteten, steckt dagegen weiter im Niemandsland der Tabelle fest.

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In einer insgesamt zerfahrenen Anfangsphase war die Frankfurter Multi-Kulti-Truppe vom Main, die wieder einmal Spieler neun verschiedener Nationalitäten in der Startelf aufwies, die etwas aktivere Mannschaft. Der Kroate Ante Rebic (6.) schloss bei seiner sehenswerten Direktabnahme allerdings zu zentral ab, da Costas (13.) Kopfball im Anschluss an einen Eckball strich knapp am Tor vorbei.

Danny da Costa bringt die Eintracht in der 39. Minute in Führung
Danny da Costa bringt die Eintracht in der 39. Minute in Führung © gettyimages / Maja Hitij

Mit zunehmender Spieldauer übernahm die Eintracht dann immer mehr die Kontrolle. Obwohl sich das erneute Fehlen des zuletzt gelbgesperrten Anführers Kevin-Prince Boateng, der aufgrund einer Erkältung zunächst auf der Bank Platz nahm, durchaus bemerkbar machte. Nachdem erneut Rebic (16.) per Kopf am stark reagierenden 96-Torwart Philipp Tschauner gescheitert war, dauerte es bis kurz vor der Pause, ehe da Costa eine Ecke von Jonathan de Guzman verwandelte.

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"Es freut mich, dass wir durch mein Tor gewonnen haben." Danny da Costa (Eintracht Frankfurt)

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb die Eintracht am Drücker. Den ersten vielversprechenden Angriff schloss der extrem agile da Costa (47.) jedoch etwas unglücklich ab, zudem scheiterte de Guzman aus kurzer Distanz an Tschauner. Hannover schaffte wie schon in der ersten Halbzeit selten Entlastung und blieb vor allem im Offensivspiel vieles schuldig.

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"Es war ein kampfbetontes Spiel heute." Martin Harnik (Hannover 96)

Doch weil auch de Guzmans (60.) Distanzschuss am Tor vorbeiflog, blieb die Partie trotzdem offen. Und so hatte Frankfurt Glück, dass der Videobeweis eine Schwalbe von Miiko Albornoz entlarvte und Schiedsrichter Marco Fritz den bereits verhängten Elfmeter zurücknahm. 96 legte nun noch einmal den Vorwärtsgang ein und hatte unter anderem durch Harnik (69.) durchaus gute Möglichkeiten.

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Spieler des Spiels: Danny da Costa

Danny da Costa war der Mann des Tages, traf mit seinem zwölften Torschuss in der Bundesliga erstmals im 37. Spiel. Auch in der 2. Bundesliga und dem DFB-Pokal war er nie unter den Torschützen. Nur Ante Rebic gab mehr Torschüsse ab als da Costa (drei) und nur Makoto Hasebe war bei der Eintracht öfter am Ball als der rechte Mittelfeldspieler (67 Mal).

Bilder des Spiels

Es ist ein umkämpftes Spiel mit viel Zweikämpfen
Es ist ein umkämpftes Spiel mit viel Zweikämpfen © gettyimages / Daniel Roland
Oliver Sorg machte bis zu seiner Auswechslung eine gute Partie in der Dreierkette der 96er und gewann starke 77 Prozent seiner Zweikämpfe, das war Bestwert auf dem Platz
Oliver Sorg machte bis zu seiner Auswechslung eine gute Partie in der Dreierkette der 96er und gewann starke 77 Prozent seiner Zweikämpfe, das war Bestwert auf dem Platz © gettyimages / Maja Hitij
Makoto Hasebe ordnete von hinten heraus das Spiel der Eintracht, war am häufigsten von allen Spielern am Ball (68 Mal) und gewann gute 64 Prozent seiner Zweikämpfe
Makoto Hasebe ordnete von hinten heraus das Spiel der Eintracht, war am häufigsten von allen Spielern am Ball (68 Mal) und gewann gute 64 Prozent seiner Zweikämpfe © gettyimages / Maja Hitij