Marius Wolf schießt Eintracht Frankfurt gegen den Hamburger SV mit 1:0 in Führung - © imago / Jan Huebner
Marius Wolf schießt Eintracht Frankfurt gegen den Hamburger SV mit 1:0 in Führung - © imago / Jan Huebner
Bundesliga

Frankfurt träumt dank 3:0 gegen den HSV weiter vom Europapokal - Hamburg blickt Richtung Abstieg

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat einen wichtigen Schritt Richtung Europa League gemacht und gleichzeitig den Hamburger SV dem erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga näher gebracht. Durch Treffer von Marius Wolf (31.), Omar Mascarell (77.) und dem eingewechselten Alexander Meier (90.+1) siegten die Hessen verdient mit 3:0 (1:0). Während die SGE durch den Erfolg die Europapokal-Qualifikation in der eigenen Hand hat, muss der HSV am letzten Spieltag auf die Konkurrenz schielen.

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FANTASY HEROES: Lukas Hradecky (13 Punkte) / Omar Mascarell, David Abraham (beide 12)

Die Last des drohenden Abstiegs war den nervösen Hamburgern in Frankfurt deutlich anzumerken. Weil die Eintracht ihre spielerische Überlegenheit jedoch nur selten in Torchancen ummünzte, schien der HSV dennoch plötzlich obenauf. Der Treffer von Tatsuya Ito (25.) wurde allerdings nach Intervention des Videoschiedsrichters zurückgenommen. In der Folge nahm der Druck der Frankfurter aber weiter zu, sodass Wolf die Gastgeber letztlich in Führung schoss.

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HSV-Keeper Julian Pollersbeck rettete seine Mannschaft wenig später zudem in höchster Not gegen Mascarell (36.) vor dem vorzeitigen K.o. vor der Pause. In Halbzeit zwei bäumte sich Hamburg auf: Bobby Wood (67.) hatte die erste gute Chance für den HSV, Douglas Santos traf kurz danach den Pfosten (70.), das anschließende Abstaubertor von Lewis Holtby wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben.

Der HSV ging anschließend noch einmal volles Risiko, kassierte allerdings prompt die kalte Dusche durch Mascarell. Nachdem erst Willems an Pollersbeck scheiterte, schlug der abgefälschte Torschuss des Spaniers am Pfosten ein und trudelte ins Hamburger Tor. Auch in der Folge blieb der HSV größtenteils harmlos, doch die Eintracht bestrafte die Schwäche der Gäste nicht.

Alex Meier setzt mit seinem 3:0 den Schlusspunkt in einer intensiven Partie - © imago / Jan Huebner

"Ich will noch ein Jahr dranhängen. Am liebsten bei der Eintracht, das wäre ein Traum" Alex Meier (Eintracht Frankfurt)

Frankfurts da Costa räumt robust den HSV-Japaner Ito ab - © gettyimages / Matthias Hangst

Emotional wurde es dann noch einmal in der 87. Minute, als Frankfurts Kapitän Meier nach mehr als einjähriger Verletzungspause sein Comeback feierte. Die Fans begrüßten ihren "Fußball-Gott" bei seinem womöglich letzten Heimspiel nach insgesamt 14 Jahren bei der Eintracht mit stehend dargebrachten Ovationen. Kurz danach machte Meier das Happy End perfekt: Mit einem schönen Innenrist-Schuss traf der Angreifer zum Endstand und ließ die Eintracht-Fans nochmals jubeln.

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Es war das i-Tüpfelchen auf einen starken Frankfurter Nachmittag, der die Chance auf eine Europapokal-Qualifikation erhielt. Der HSV braucht dagegen am letzten Spieltag ein Wunder: Um den Niedergang nach 55 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur Bundesliga noch zu verhindern, braucht die Mannschaft von Trainer Christian Titz am letzten Spieltag allerdings zwingend einen Sieg. Gleichzeitig muss der HSV zudem auf eine Pleite der Wolfsburger gegen den bereits abgestiegenen 1. FC Köln hoffen, um noch auf den Relegationsplatz zu klettern.

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Marius Wolf jubelt über das 1:0 für die Eintracht - © imago / Jan Huebner

"Wir stecken nicht auf, der Druck gehört einfach dazu" Aaron Hunt (Hamburger SV)

Bei der Eintracht-Abwehr um David Abraham (l.) gut aufgehoben: HSV-Angreifer Bobby Wood - © gettyimages / Matthias Hangst/Bongarts

Spieler des Spiels: Jetro Willems

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Frankfurt hat derweil im Kampf ums internationale Geschäft alle Trümpfe in der Hand. Ein Sieg bei Schalke 04 würde der Eintracht zur Europa-League-Qualifikation reichen. Eine weitere Chance böte sich zudem im Pokalfinale gegen Bayern München.

SID

Jetro Willems' 52 Ballbesitzphasen waren Bestwert bei Frankfurt, er gewann zudem gute 56 Prozent seiner Zweikämpfe und setzte auch einige Offensivakzente (drei Torschüsse)

Bilder des Spiels:

Mit dem 2:0 entscheidet Omar Mascarell die Partie zugunsten der Frankfurter - © gettyimages / Alex Grimm