Zusammenfassung

  • Leverkusen ist seit acht Bundesliga-Spielen ungeschlagen (vier Siege, vier Remis), eine solche Serie schaffte Bayer letztmals zuvor vor über anderthalb Jahren.

  • Kevin Volland erzielte zum vierten Mal in dieser Saison das 1:0, das ist Bundesliga-Höchstwert.

  • Frankfurt kassierte die erste Niederlage seit über zwei Monaten; in der Zwischenzeit war die Eintracht sechs Mal in Folge ungeschlagen geblieben.

Frankfurt - Bayer 04 Leverkusen hat das Duell der Unbezwingbaren gewonnen und mit dem achten Spiel in Serie ohne Niederlage seine Aufholjagd in der Bundesliga fortgesetzt. Am 13. Spieltag siegte die Werkself mit 1:0 (0:0) bei Eintracht Frankfurt, das zuvor immerhin sechs Partien nacheinander gepunktet hatte.

FANTASY HEROES: Kevin Volland (11 Punkte), Panagiotis Retsos (11), Bernd Leno (11)

Kevin Volland (76.) traf für Leverkusen, das nach einem durchwachsenen Saisonstart nun bereits 20 Punkte auf dem Konto hat und zuvor noch durch die Pfostentreffer von Lucas Alario (30./32.) im Pech gewesen war. Durch den Erfolg überflügelten die Rheinländer in der Tabelle auch Frankfurt, das mit 19 Punkten nichtsdestotrotz weiter um die Europacup-Plätze kämpfen dürfte.

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Bei eisigen Temperaturen boten die Mannschaften den Zuschauern in der Commerzbank-Arena zunächst aber nur wenig Erwärmendes. Zwar zeigte sich im Ansatz immer wieder, warum beide Teams derzeit regelmäßig punkten, größtenteils aber dominierten die jeweiligen Abwehrreihen das Geschehen. Und das kam vor allem auf Leverkusener Seite überraschend.

Gacinovic hat die beste Chance für die Eintracht
Gacinovic hat die beste Chance für die Eintracht © gettyimages / Matthias Hangst/Bongarts

Denn Bayer-Trainer Heiko Herrlich fehlten neben dem verletzten Abwehrchef Sven Bender auch die gesperrten Benjamin Henrichs und Wendell, zudem musste Leverkusen kurzfristig ohne Offensivspieler Leon Bailey (Infekt) auskommen. Für den Jamaikaner war ausgerechnet Alario in die Startelf gerückt, er hätte sein Team noch vor den Pfostenschüssen in Führung bringen können, traf den Ball aus guter Position (15.) jedoch nicht richtig. 

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"In der zweiten Halbzeit hat die Eintracht viel Druck gemacht. Trotzdem geht der Sieg insgesamt für uns in Ordnung." Heiko Herrlich (Bayer 04 Leverkusen)

Die beiden Aluminiumtreffer kamen jedenfalls nicht von ungefähr, vor allem Leverkusen erreichte nach der schwachen ersten halben Stunde endlich Betriebstemperatur. Volland (40.) prüfte noch vor dem Seitenwechsel Frankfurts Keeper Lukas Hradecky mit einem Fernschuss.

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„Wir sind enttäuscht, wir hätten das Spiel nicht verlieren müssen.“ Niko Kovac (Eintracht Frankfurt)

Zu Beginn des zweiten Durchgangs verzeichneten auch die Gastgeber in Person von Ante Rebic (49.) ihre erste gute Chance. Der kroatische Nationalspieler drosch den Ball zwar zu zentral auf das Tor von Bernd Leno, insbesondere die Körpersprache aber, mit der sich die SGE nun präsentierte, machte Mut auf eine auf beiden Seiten ereignisreiche Halbzeit.

Doch dies sollte sich zunächst nicht bestätigen - weil nur die Frankfurter spielten. In der starken Phase, die durch mitunter hektische Angriffe geprägt war, ermöglichte erneut Rebic mit seinem Schuss Leno eine kleine Flugshow (60.).

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Spieler des Spiels Kevin Volland

Kevin Volland traf zum vierten Mal in dieser Saison zum 1:0 – das ist Bundesliga-Spitze. Er verwertete den letzten seiner vier Torschüsse (kein Spieler gab mehr ab). Für Volland war es das achte Saisontor und neuer Rekord für eine Halbserie.

Bilder des Spiels

Haller (rechts) hat in der ersten Halbzeit nur wenig gute Aktionen im Frankfurter Angriff
Haller (rechts) hat in der ersten Halbzeit nur wenig gute Aktionen im Frankfurter Angriff
Kai Havertz sticht bei der Werkself besonders heraus
Kai Havertz sticht bei der Werkself besonders heraus © gettyimages / Matthias Hangst/Bongarts
Marius Wolf ist der Antreiber über die rechte Seite der Frankfurter
Marius Wolf ist der Antreiber über die rechte Seite der Frankfurter © gettyimages / Matthias Hangst/Bongarts