Zusammenfassung

  • Ante Rebic mit Tor und Vorlage beim Startelf-Comeback gegen Hannover.
  • Trainer und Mitspieler loben den Angreifer in höchsten Tönen.
  • Marco Russ glaubt sogar, Rebic könne in die Fußstapfen von Alex Meier treten.

Frankfurt - Ante Rebic ist der ideale Spieler für einen Trainer, der seine Mannschaft Pressing spielen lässt. Einen Trainer also wie den Österreicher Adi Hütter, der seit dieser Saison Eintracht Frankfurt trainiert. Rebic ist ein wuchtiger, aggressiver Stürmer, an dem sich die Abwehrspieler wehtun.

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Erstmals in dieser Saison kam der kroatische Vizeweltmeister Ante Rebic am Sonntag von Beginn an zum Einsatz. Sein Startelfcomeback nach Adduktorenproblemen beim wichtigen 4:1 (2:0)-Sieg gegen Tabellenschlusslicht Hannover 96 veredelte er mit dem Treffer zum 2:0 kurz vor dem Halbzeitpfiff und einer tollen Vorlage zum entscheidenden 3:0 von Jonathan de Guzman (59.). Als er in der 82. Minute ausgewechselt wurde, gab es Standing Ovations der Eintracht-Fans unter den 46 300 Zuschauern für Rebic. "Ante ist ein unglaublich toller Spieler", lobte Trainer Hütter erleichtert nach dem ersten Heimsieg der Saison: "Er tut uns gut, nicht nur sein Spiel, sondern auch seine Persönlichkeit auf dem Platz."

"Ante hat alles überstrahlt, er kann bei der Eintracht in die Fußstapfen von Alex Meier treten." Marco Russ

Rebic bewies mit einer starken Leistung, warum alle in Frankfurt in ihm den großen Hoffnungsträger sehen. Mit nun sieben Zählern verabschiedete sich die Eintracht aus dem Tabellenkeller. Hütter nannte den Erfolg einen "Befreiungsschlag", betonte aber, "den Ball nun schön flach halten" zu wollen. Rebic selbst wollte nach seiner Galavorstellung keine Interviews geben. "Um Gottes Willen, nein, bloß nicht. Heute nicht", sagte Rebic auf dem Weg in die Kabine. "Vielleicht, wenn er vier Tore schießt", teilte eine Medienmitarbeiterin der Eintracht den Journalisten schließlich mit.

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Also redeten andere über den 25 Jahre alten Kroaten, der nach einer starken WM den Verlockungen widerstand und trotz lukrativer Angebote bei der Eintracht blieb. Routinier Marco Russ, erstmals in dieser Saison im Einsatz, erklärte: "Ante hat alles überstrahlt, er kann bei der Eintracht in die Fußstapfen von Alex Meier treten." Das ist wohl das größte Lob, das man einem Spieler in Frankfurt nach der jüngsten Vereinsgeschichte machen kann. Der 35 Jahre alte Meier schied ja im Sommer aus dem Eintracht-Kader – nach 14 Jahren im Club, die Fans verehrten den Norddeutschen als "Fußballgott".

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Rebic ist nach seinen zwei Toren beim Sieg im Pokalfinale gegen den FC Bayern München Publikumsliebling in Frankfurt. Dass der kroatische Vizeweltmeister im Sommer blieb, obwohl viele Leistungsträger den Verein verlassen haben, rechnen ihm die Fans hoch an. Und Wuchtbrumme Rebic zeigte gegen Hannover sein großes Durchsetzungsvermögen und riss das Publikum immer wieder von den Sitzen. Rebic, der bei einem Kurzeinsatz bei der 1:3-Niederlage unter der Woche in Mönchengladbach schon getroffen hatte, ist ein Unterschiedsspieler, der der Eintracht in dieser Saison noch einige wichtige Siege wie am Sonntag gegen Hannover 96 sichern kann. Zumal das Programm durch die Teilnahme an der Europa-League anstrengend ist.

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Schon am Donnerstag wartet mit Lazio Rom im Heimspiel eine Spitzenmannschaft aus Italien auf die Eintracht. Den Auftakt haben die Hessen bei Olympique Marseille (2:1) ja erfolgreich gestaltet. Nun hat Hütter in Rebic einen Klassespieler mehr für die schweren Wochen, die dann nach der Länderspielpause kommen. Zuvor aber will die Eintracht mit Rebic gegen Lazio gewinnen und auch in der Liga bei der TSG Hoffenheim weiter Punkte sammeln.

Aus Frankfurt berichtet Tobias Schächter