München - Vier Spiele, vier Siege - Aufsteiger Eintracht Frankfurt hat eine beeindruckende Serie zum Saisonstart hingelegt. Gelingt gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund am Dienstag (ab 19:30 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) der nächste Sieg? Die Hessen liefern sich ein Fernduell um die Tabellenspitze mit Rekordmeister Bayern München, der zeitgleich den VfL Wolfsburg empfängt.

Außerdem will sich der FC Schalke 04 für die Niederlage gegen die Bayern am Wochenende rehabilitieren - Gegner ist der 1. FSV Mainz 05, der nach dem ersten Saisonsieg gegen Augsburg mit Schwung nach Gelsenkirchen reist. Im Duell der beiden Aufsteiger will Fortuna Düsseldorf auch bei der SpVgg Greuther Fürth die Null halten - bundesliga.de gibt einen Überblick über die Dienstagsspiele des 5. Spieltages.

Gegen den Hamburger SV riss am Samstag die Dortmunder Serie von 31 Begegnungen ohne Niederlage. Für Trainer Jürgen Klopp, der um die angeschlagenen Ilkay Gündogan und Sven Bender bangen muss, ist dies jedoch kein Grund zur Sorge. "Wir werden nichts überbewerten, aber auch nicht so tun, als ob nichts passiert wäre. Fakt ist: Wir haben einfach mal wieder ein Spiel verloren", sagte Klopp, der mit seinem BVB nun schon fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Bayern München hat.

Den gleichen Punkteabstand hat der amtierende Deutsche Meister auch zum heutigen Gegner Eintracht Frankfurt. Die Hessen starteten als erster Aufsteiger in der Bundesliga-Geschichte mit vier Siegen in eine Spielzeit. Dementsprechend ruhig geht Frankfurts Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen ins Topduell des 5. Spieltags. "Noch vor zwei Jahren hat der Club eine Eigendynamik des Misserfolgs erleben müssen. Jetzt haben wir eine Eigendynamik des Erfolgs. Entspannter kann man nicht in ein Bundesliga-Spiel gehen", sagte Bruchhagen. Allerdings bangt Trainer Armin Veh um den Einsatz seines Kapitäns Pirmin Schwegler, der gegen Nürnberg eine Platzwunde am Kopf erlitt. "Wir müssen abwarten, ob er etwas sieht. Die Chancen stehen 50:50", sagt Veh. Olivier Occean fällt mit einer Oberschenkelzerrung aus.



Schiedsrichteransetzungen

Tabellenführer Bayern München will gegen Wolfsburg seinen 50. Bundesliga-Sieg während der "Wiesn"-Zeit einfahren. Personell steht Trainer Jupp Heynckes vor einem Luxus-Problem im Mittelfeld, denn auch Franck Ribery ist wieder fit. "Wir haben einen Top-Kader. Jeder muss sein Ego zurückstellen und auch mal auf die Bank. Das geht nicht mehr anders", sagt Heynckes. Für Top-Torjäger Thomas Müller, der in der Champions League gegen Valencia auf der Bank saß, ist die Konkurrenzsituation eine zusätzliche Motivation. "Wir sind in einer Situation, wo du weißt, dass immer einer nachrücken kann. Als Spieler bist du da immer unter Zugzwang", sagt Müller.

Dem Wolfsburger Trainer fällt es in Anbetracht der derzeitigen Form der Münchner leicht, die Favoritenrolle dem Gastgeber zu übertragen. Dennoch glaubt er an eine Minimalchance seiner "Wölfe". "Ich glaube, dass uns solche Gegner derzeit noch besser liegen, die selbst ihr Spiel machen und sich nicht darauf beschränken, unser Aufbauspiel zu stören. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir in München besser aussehen werden", sagt Magath. Ob das allerdings reiche, um Zählbares mitzubringen, könne er nicht sagen. Hinter dem Einsatz von Robin Knoche steht vor der Partie noch ein Fragezeichen - der 20-Jährige brach sich am Samstag gegen Fürth die Hand.



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Nach der ernüchternden 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern hat der FC Schalke bereits drei Tage später die Möglichkeit, erneut vor eigenem Publikum Wiedergutmachung zu betreiben. "Dank der Englischen Woche haben wir die Möglichkeit, schnell wieder ein Erfolgserlebnis feiern zu können", sagt S04-Trainer Huub Stevens."Wir wollen den Fans zeigen, was wir wirklich drauf haben." Laut Stevens müsse jeder Spieler seine Qualitäten für den Erfolg des Teams auf den Platz bringen. Wer gegen Mainz auf dem Platz steht, ist allerdings noch unsicher, da Ibrahim Afellay, Jermaine Jones (Sprunggelenksverletzung) und Klaas-Jan Huntelaar nach dem Bayern-Spiel angeschlagen sind. Ob Trainingsrückkehrer Chinedu Obasi schon gegen Mainz wieder zum Kader gehört ist ebenfalls noch offen.

Nach dem ersten Saisonsieg gegen Augsburg geht Mainz mit Selbstvertrauen in die Partie bei den "Knappen". "Dieses Gefühl begleitet uns", sagt Trainer Thomas Tuchel, der die Veränderungen im Kader dementsprechend gering halten wird. Definitiv nicht mit dabei sein werden Heinz Müller, Tobias Schilk und Marcel Risse, die zuletzt nicht mittrainieren konnten.



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Am 33. Spieltag der vergangenen Saison standen sich beide Clubs noch in der 2. Bundesliga gegenüber. Fortuna Düsseldorf ergatterte damals als Gast der Fürther Aufstiegsparty beim 1:1-Unentschieden einen Punkt. "Wir haben schon zum Ende der vergangenen Saison feststellen dürfen, wie schwierig es in Fürth ist. Die Fürther waren uns in weiten Phasen der Partie überlegen", sagt Fortuna-Trainer Norbert Meier. Der ohne Verletzungssorgen nach Franken reisende Meier möchte auch gegen den Mitaufsteiger aus einer sicheren Defensive heraus punkten. "Unser Ziel ist, nach vorne Nadelstiche zu setzen. Je weiter wir den Gegner vom eigenen Tor weghalten, desto weniger laufen wir Gefahr einen Gegentreffer zu kassieren", sagt Meier.

Für den gebürtigen Düsseldorfer Mike Büskens ist das Spiel seiner Fürther gegen seinen Ex-Verein "wegen der emotionalen Verbindung zu dieser Stadt eine besondere Begegnung." Vor dem Saisonstart der Gäste, die in vier Partien noch kein Gegentor kassiert haben, hat Büskens Respekt, will aber dennoch erstmals zuhause punkten. "Ziel für das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf ist es, den Punkt aus Wolfsburg mit einem Sieg zu vergolden", sagt Büskens.



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