München - Mario Mandzukic wirkte angefressen und ein bisschen dünnhäutig. Durchaus verständlich, denn etwas überraschend hatte er beim Champions-League-Auftaktsieg des FC Bayern gegen den FC Valencia zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen. Erst nach 63 Minuten kam der Kroate zu seinem ersehnten ersten Einsatz in der "Königsklasse" - bisher hatte er für seinen Ex-Club Dinamo Zagreb nur in der Qualifikation gespielt.

In einer turbulenten Nachspielzeit mit dem Anschlusstreffer der Spanier hätte Mario Mandzukic schließlich per Strafstoß endgültig den Deckel zu Gunsten des deutschen Rekordmeisters und letztjährigen Finalisten drauf machen können, der Angreifer verpasste allerdings mit einem harmlosen Versuch seinen siebten Treffer im sechsten Pflichtspiel für den neuen Club.

Sein Trainer Jupp Heynckes bemängelte eben diese vergebene Chance sowie die Unkonzentriertheit kurz zuvor: "Das Gegentor darf nicht passieren. Und es ist ärgerlich, dass man einen Elfmeter nicht nutzt."

So hatte der FCB den Start in der Gruppe F zwar mit 2:1 erfolgreich gemeistert, für Mandzukic verlief der Abend in der Allianz Arena - exakt vier Monate nach dem bitteren "Drama dahoam" herrschte dort wieder die besondere Champions-League-Atmosphäre - aber unbefriedigend. Jetzt hofft er auf eine neue Bewährungsprobe am Samstag auf Schalke.

Frage: Mario Mandzukic, wie haben Sie den Elfmeter in der Nachspielzeit gesehen?

Mario Mandzukic: Der war einfach schlecht geschossen von mir. Aber das ist schon fast vergessen, es warten schon am Samstag wieder wichtigere Dinge, darauf muss ich mich konzentrieren.

Frage: Was war denn genau das Problem bei dem Schuss?

Mandzukic: Ich habe es schon gesagt: Der war einfach schlecht geschossen. Was soll ich dazu noch sagen?

Frage: Dennoch haben Sie mit Ihrer Mannschaft 2:1 gewonnen. Ein gelungener Start in diese Champions-League-Saison?

Mandzukic: Es ist wichtig, dass wir gewonnen haben. Das ist unser stärkster Gegner in dieser Gruppe. Dieser Heimsieg war unser Ziel - das haben wir erreicht.

Frage: Am Ende wurde es durchaus noch einmal spannend. Was hätten Sie in der Schlussphase besser machen können?

Manzukic: Da müssen Sie den Trainer fragen. Der weiß da die richtige Antwort.

Frage: Am Samstag geht es in der Bundesliga gegen den FC Schalke 04. Was für ein Spiel erwarten Sie?

Mandzukic: Das wird eine heiße, rassige Partie. Wir müssen uns jetzt direkt darauf konzentrieren. Wir fahren natürlich dort hin, um zu gewinnen.

Aus München berichtet Tim Tonner