Nach dem Ausfall von Manuel Neuer braucht Schalke 04 eine Nummer 1. Seine Vertreter Mathias Schober und Ralf Fährmann machen sich berechtigte Hoffnungen.

Aber nur einer kann spielen. Kurz vor Saisonbeginn geben sich beide noch gelassen und wollen durch gute Trainingsleistungen überzeugen.

Frage: Wie gehen Sie mit der Aufmerksamkeit um, die nach der Neuer-Verletzung um Sie entstanden ist?

Mathias Schober: Es ist eine klare Sache: Wenn man wenig spielt, gibt es wenig Nachfrage. Aber ich war in Rostock und Hamburg lange Nummer 1 und habe deshalb schon Medienrummel mitgemacht.

Ralf Fährmann: Für mich ist das kein Problem. Ich nehme es gar nicht sonderlich wahr. Ich konzentriere mich ganz auf das Training.

Frage: Haben Sie sich denn schon geeinigt, wer im Tor stehen wird?

Schober: Einer stellt sich links rein, der andere rechts. Oder vielleicht spielt auch einer Rechtsverteidiger, wenn Rafinha nicht rechtzeitig zurückkommt. Im Ernst: Ich habe keine Probleme mit einer Konkurrenzsituation. Wir Torhüter verbringen 80 Prozent der Einheiten zusammen auf dem Platz und kommen gut miteinander zurecht. Wer spielt, entscheidet der Trainer.

Fährmann: Der Trainer entscheidet, da hat Schobi Recht. Natürlich hoffe ich als junger Torwart darauf, dass der Augenblick kommt, in dem der Trainer mir sagt, dass ich spielen werde.

Frage: Wie groß wäre die Enttäuschung, wenn sich der Trainer nicht für Sie entscheidet?

Schober: Die wäre sicherlich groß. Ich bin genau für diesen Fall aus Rostock gekommen.

Frage: Sehen Sie das ähnlich?

Fährmann: Freuen würde ich mich auf keinen Fall. Es ist für mich eine kleine Chance entstanden, die versuche ich zu nutzen.