München - Auch die Sonntagsspiele haben es noch einmal in sich: Dortmund baut souverän seine Tabellenführung aus, Stuttgart verpasst Werder eine Klatsche. bundesliga.de präsentiert die Reaktionen der Beteiligten zum 11. Spieltag.

VfB Stuttgart - Werder Bremen 6:0

Trainer Jens Keller (VfB Stuttgart): "Alles, was wir vorher angesprochen haben, wurde von den Jungs umgesetzt. Es war ein überragende Leistung, aber es gibt jetzt keinen Grund, euphorisch zu werden. Wir müssen weiter hart arbeiten."

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Wir waren ein guter Sparringspartner. Solche Gegner lädt man im Boxen ein, wenn man fit werden will. Was wir abliefern müssen, haben wir vermissen lassen. Wir müssen uns zerreißen. Wir haben ein bisschen was versucht, aber das war wie im Training. Das reicht nicht für den Wettkampf."


Hannover 96 - Borussia Dortmund 0:4

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): "Es war eine hochverdiente Niederlage. Der BVB ist derzeit in allen Bereichen ein Spitzenteam. Wir hatten diesmal nicht die Klasse um dagegenzuhalten."

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Der Sieg ist für uns verdient, wenn auch ein bisschen zu hoch. Vorentscheidend war das 2:0. Danach hat Hannover ein wenig den Glauben verloren. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, aber danach den Gegner ein bisschen aufkommen lassen."


Bayer Leverkusen - 1. FC Kaiserslautern 3:1

Trainer Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): "Von der Tabellenkonstellation her war es wichtig dieses Spiel zu gewinnen. Das haben wir in überzeugender Weise gemacht. Wir haben über weite Strecken sehr gut Fußball gespielt, Druck erzeugt und viele Torchancen erarbeitet. Allerdings müssen wir auch sehen, dass wir zukünftig dem Gegner so wenig wie möglich Torchancen zulassen."

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): "Das war ein hochverdienter Sieg für Leverkusen. Wir sind glücklich in Führung gegangen und hätten das 2:0 machen müssen, aber insgesamt war mir die Fehlpassquote zu hoch. Die Leistung war nicht so, um in Leverkusen einen Punkt mitzunehmen."


Borussia Mönchengladbach - FC Bayern München

Trainer Michael Frontzeck (Borussia Mönchengladbach): "Ich denke, wir sind selten so vorgeführt worden wie in der ersten Halbzeit. Da haben wir Glück gehabt, dass wir mit 1:2 in die Halbzeit gekommen sind. In der zweiten Halbzeit haben wir ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht. Am Ende ist es enttäuschend, denn wir waren kurz davor. Die Jungs haben große Moral bewiesen, so zurückzukommen. Aber die Situation ist nach wie vor unangenehm."

Trainer Louis van Gaal (Bayern München): "In zehn Minuten haben wir den sicheren Sieg weggegeben. In der ersten Halbzeit haben wir so gut gespielt wie nie in dieser Saison, aber leider haben wir zu wenig Tore gemacht. Eine Spitzenmannschaft darf in zehn Minuten ein Spiel nicht aus der Hand geben."


1. FC Nürnberg - 1. FC Köln

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): "Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, dass sie es mittlerweile versteht, mit Rückschlägen umzugehen. Jens Hegeler hat seine Rolle überragend interpretiert, im Rücken von Martin Lanig für Verwirrung zu sorgen. Der Ausgleich hat uns ein bisschen gestört, aber wir sind sehr, sehr stabil, anders als die Mannschaft von Frank Schaefer. Sie haben uns ein ums andere Mal zum Wackeln gebracht, aber die Mannschaft steht. Ich hoffe, dass wir das mit nach München nehmen können, wo wir großer Außenseiter sind."

Trainer Frank Schaefer (1. FC Köln): "Wir sind über das Ergebnis sehr enttäuscht. Wir sind in der Hoffnung hier hingefahren, den positiven Trend ergebnismäßig fortzusetzen - das ist nicht gelungen, weil wir in der ersten Halbzeit Tendenzen und Verhaltensweisen gezeigt haben, die ich so nicht sehen will. Wir waren nicht aggressiv genug, haben keine Gelbe Karte gesehen in der ersten Halbzeit. Auch die Körpersprache hat mir nicht gefallen. In der zweiten Halbzeit habe ich eine Reaktion gesehen, auch wenn uns nicht alles gelungen ist."


Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg

Trainer Michael Skibbe (Eintracht Frankfurt): "Ich bin über weite Strecken sehr zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft. Bis zum 3:0 haben wir ein gutes Niveau gezeigt. Danach haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Am Ende hat uns Torhüter Oka Nikolov den Sieg gerettet, der aber verdient ist."

Trainer Steve McClaren (VfL Wolfsburg): "Es war nicht unser Tag. Die zwei Gegentore in der ersten Halbzeit fielen wie aus dem Nichts. Die Elfmeter-Entscheidung, die zum 0:3 geführt hat, kann ich nicht nachvollziehen. Wir dürfen einfach nicht so leichte Gegentore bekommen und müssen vorne unsere Chancen besser nutzen."


SC Freiburg - 1. FSV Mainz 05

Trainer Robin Dutt (SC Freiburg): "Die Mannschaft hat den Sieg verdient. Sie hat eine sehr leidenschaftliche Leistung gezeigt und die Chancen erzwungen. So haben wir es geschafft, eine Spitzenmannschaft zu schlagen. Ich bin sehr zufrieden damit, wie die Mannschaft die Taktik umgesetzt hat."

Trainer Thomas Tuchel (FSV Mainz 05): "Wir hatten uns vorgenommen, kompakt und defensiv sauber zu spielen. Das haben wir ganz ordentlich gelöst. Wir selbst hatten auch kaum Chancen, aber das ist auswärts kein dramatisches Problem. Leider kommt dann in der zweiten Hälfte die bittere Elfmetersituation, und wir mussten dem Rückstand hinterherlaufen. Trotz der Niederlage werden wir die Kräfte bündeln und unseren Weg weitergehen."


Hamburger SV - 1899 Hoffenheim

Trainer Armin Veh (Hamburger SV): "Ich habe ein gutes Spiel von beiden Mannschaften gesehen. Es war natürlich nicht glücklich für uns, dass wir so früh in Rückstand geraten sind. Wir hatten dann Probleme, weil der Gegner mit seinen Spielern sehr konterstark ist. In der zweiten Halbzeit haben wir 30 Minuten ein gutes Powerplay gespielt und hätten schon früher in Führung gehen können. Die Mannschaft hat sehr viel Leidenschaft gezeigt. Diese Leidenschaft müssten wir immer zeigen, dann ist vieles für uns möglich."

Trainer Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): "Das Spiel kann nicht idealer beginnen, wir hatten nach der Führung die Möglichkeit, das zweite Tor zu machen. Leider haben wir es versäumt, in dieser Phase das Spiel für uns zu entscheiden. Nach der Pause hatten wir 15 Minuten Probleme, für Entlastung zu sorgen. Als das 2:1 für den HSV fiel, lag es eigentlich nicht mehr in der Luft. Diese Niederlage ist für uns brutal ärgerlich."


Schalke 04 - FC St. Pauli

Felix Magath (Trainer Schalke 04): "Es ist erleichternd und erfreulich, dass wir unseren ersten Heimsieg eingefahren haben. Es war kritisch nach dem 1:0, da gab es eine Phase, in der wir ängstlicher waren. Ich bin froh, dass Raul in der Bundesliga getroffen hat. Ich freue mich für ihn und denke, das war so eine Art Erlösung."

Holger Stanislawski (Trainer FC St. Pauli): "Wenn wir unsere hundertprozentigen Chancen nicht verwerten, kannst du kein Spiel gewinnen. Dann hast du es auch nicht verdient."

Christoph Metzelder (Schalke 04): "Das war gut für die Schalker Seele, die in den letzten Wochen stark gelitten hat"