Bremen - Nach dem 1:3 gegen den FC Bayern München wird die Tabellensituation für Werder Bremen immer unangenehmer. Geschäftsführer Klaus Allofs zieht dennoch Positives aus der Heimniederlage.

Frage: Herr Allofs, Werder Bremen steht so schlecht da wie seit dem Abstiegsjahr 1980 nicht mehr. Wie bewerten Sie die Situation?

Klaus Allofs: Wenn man den Tabellenstand betrachtet, ist das schon eine sehr bedrohliche Situation für uns. Dessen sind wir uns bewusst. Und wenn man unsere nächsten Aufgaben sieht, mit den Spielen in Mainz, gegen Hannover und in Hamburg, wissen wir, dass es nicht leicht wird, aus dem Tabellenkeller rauszukommen.

Frage: Dennoch wirken Sie nach dem 1:3 gegen Bayern München nicht verzweifelt. Woran liegt das?

Allofs: Weil wir über weite Strecken gegen die Bayern ein gutes Spiel abgeliefert haben, auch wenn das Ergebnis etwas anderes ausdrückt. Die Mannschaft hat aber eine gute Reaktion auf das 0:3 in Köln gezeigt, was mich einigermaßen optimistisch stimmt. Wenn wir weiter so spielen wie gegen die Bayern, werden wir auch wieder belohnt. Aber so einen Auftritt wie in Köln dürfen wir uns natürlich nicht mehr leisten.

Frage: Tim Wiese hat der Mannschaft mit seiner Roten Karte kurz vor Schluss einen Bärendienst erwiesen. Muss er mit Konsequenzen rechnen?

Allofs: Das war natürlich eine Frustreaktion von Tim, die eigentlich nicht passieren darf. Aber nach so einem Spiel muss man in gewisser Weise auch Verständnis dafür haben. Zum Glück haben wir in Sebastian Mielitz einen Torwart, der schon seine Bundesligatauglichkeit bewiesen hat. Deshalb mache ich mir da wenig Sorgen.

Frage: Wird Werder bis Montagabend noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv?

Allofs: Das ist eher unwahrscheinlich. Ich sehe derzeit keinen Lebensretter, der uns direkt weiterhelfen kann.