München - Stuttgart holt in Leverkusen zwei Mal einen Rückstand auf, verliert aber 2:4, der FC Bayern feiert in Mainz den vierten Auswärtssieg der Saison. Werder Bremen gerät im Nordderby beim Hamburger SV unter die Räder, Borussia Dortmund findet zurück auf die Siegerstraße.

bundesliga.de hat die Reaktionen der Trainer zu den Partien des 23. Spieltags.

Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart 4:2 (2:1)

Trainer Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): Nach dem Auftritt in der Eiseskälte von Charkow hatten wir Probleme, zu unserem Spiel zu finden. Das war nach dem Spiel in Trondheim ähnlich. Entscheidend waren aber unsere Einwechselmöglichkeiten. Das unterscheidet uns vom vergangenen Jahr, als ich keine Alternativen zur Verfügung hatte.

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Das ist eine bittere Niederlage, weil wir ein sehr gutes Spiel gezeigt haben. Wir waren eigentlich dem 3:2 näher als Leverkusen. Wir dürfen nun den Kopf nicht in den Sand stecken.


Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 2:1 (2:1)

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): Das ist unglaublich, einfach fantastisch, was hier abläuft. Das war ein verdienter Sieg gegen einen schweren Gegner. Wir haben sehr gut gespielt. Besonders die Reaktion der Mannschaft auf das 0:1 war super. Jetzt heißt es für uns, weiter so zu spielen, denn schon am Freitag müssen wir in Wolfsburg antreten.

Trainer Felix Magath (Schalke 04): Ich bin sehr enttäuscht. Ich hatte mir von meiner Mannschaft eine ähnliche Leistung wie am Dienstag in Valencia erhofft. Wir sind aber kaum zu Chancen gekommen und haben uns in der Offensive nicht durchgesetzt. Den Willen möchte ich der Mannschaft nicht absprechen. Borussia hat aber die meisten Zweikämpfe gewonnen und dadurch das Spiel bestimmt.


1. FSV Mainz 05 - FC Bayern München 1:3 (0:1)

Trainer Thomas Tuchel (1. FSV Mainz 05): Es hat uns das Führungstor und das Ausgleichstor gefehlt. Das hätten wir in der ersten Halbzeit verdient gehabt. Wir hatten aber heute nicht den Mut, rauszugehen. Wir wollten das Spiel enger gestalten.

Trainer Louis van Gaal (Bayern München): Wir haben viele Chancen verpasst. Ich bin glücklich, es war ein wichtiger Sieg. Die Konkurrenz hat gewonnen, so müssen wir auch gewinnen. Wir haben sehr viele Torchancen kreiert. Wir haben aber zu viele Ballverluste erlitten, wenn es nicht nötig war. Wir haben teilweise zu fahrlässig gespielt. Aber ich bin zufrieden.


Hamburger SV - Werder Bremen 4:0 (1:0)

Trainer Armin Veh (Hamburger SV): Das war nach der Niederlage am Mittwoch eine richtig schwere Aufgabe. Die Mannschaft hat unheimlich großen Druck gehabt und ist damit sehr gut umgegangen. Bremen stand sehr tief und hat uns wenig Raum gelassen. Deswegen war es sehr wichtig, dass wir vor der Halbzeit das 1:0 gemacht haben. In der 2. Halbzeit war es ein richtig gutes Spiel von uns. Die Mannschaft hat eine einmalige Reaktion gezeigt, die so nicht zu erwarten war.

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Heute haben wir hier in Hamburg richtig was auf die Mütze gekriegt, wie es uns in der Vergangenheit selten passiert ist. In der 1. Halbzeit waren wir eigentlich ganz gut im Spiel drin und haben nicht viel zugelassen. Das Gegentor fiel dann aus heiterem Himmel. Nach dem zweiten Gegentor haben wir uns leider nicht mehr gewehrt. Das war viel zu wenig.


Borussia Dortmund - FC St. Pauli 2:0 (1:0)

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Die Mannschaft hat konzentriert und konsequent gespielt. Das hat uns zur besseren Mannschaft gemacht. Nach den Diskussionen um die Chancenverwertung hat die Mannschaft ihre Prüfung bestanden. Der Sieg war hochverdient.

Trainer Holger Stanislawski (FC St. Pauli): Ein hochverdienter Sieg für Dortmund. Die Borussia war uns in allen Belangen überlegen. Meine Mannschaft hat eine indiskutable Leistung gezeigt und konnte das Spiel in keiner Phase offen halten.


SC Freiburg - VfL Wolfsburg 2:1 (1:1)

Trainer Robin Dutt (SC Freiburg): Wir wollten die Begegnung spielerisch angehen. Dabei haben wir aber keine kreativen Lösungen gefunden. Die Mannschaft hat sich 20 Minuten verunsichern lassen. Was wir dann nach dem Ausgleich bis zur 75. Minute gemacht haben, war klasse. In der letzten Viertelstunde haben uns dann die Kräfte ein wenig verlassen.

Trainer Pierre Littbarski (VfL Wolfsburg): In den ersten 30 Minuten hat meine Mannschaft einen sehr guten Fußball gespielt. Wir haben das 1:0 gemacht und hatten viele Spielanteile. Leider haben wir nicht nachgelegt und ein wenig die Zügel schleifen lassen. Zum Schluss hatten wir dann wieder zahlreiche Großchancen, aber der Ball wollte nicht rein.


Hannover 96 - 1. FC Kaiserslautern 3:0 (2:0)

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): Wir haben in der 1. Halbzeit trotz der 2:0-Führung nicht so überzeugend gespielt und waren nicht so präsent in den Zweikämpfen. Lautern konnte unser Tor nicht ernsthaft gefährden. Da waren wir effektiver. Das war der Schlüssel.

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): Das war über 90 Minuten zu wenig, um Zählbares mitzunehmen. Hannover war effektiver und entschlossener. Diese Eigenschaften haben uns gefehlt.


1899 Hoffenheim 1. FC Köln 1:1 (0:0)

Trainer Marco Pezzaiuoli (1899 Hoffenheim): Wir haben nach dem Spiel in München die richtige Antwort gegeben. Wir haben 90 Minuten Präsenz gezeigt und die Kölner fast nicht zum Atmen kommen lassen. Wir haben es aber versäumt, nach unserer Führung zwei, drei Tore nachzulegen.

Trainer Frank Schaefer (1. FC Köln): In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan. Michael Rensing hat uns im Spiel gehalten. Dieser Punktgewinn ist enorm wichtig. Wir haben gesehen, dass wir auch auswärts einen Rückstand wettmachen können.


1. FC Nürnberg - Eintracht Frankfurt 3:0 (0:0)

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Das war das erste Mal, dass wir in Favoritenrolle waren. Frankfurt wollte sicher stehen. Wir haben in der zweiten Halbzeit den Druck erhöht, und dann fällt das Tor, das eigentlich nicht fallen darf.

Trainer Michael Skibbe (Eintracht Frankfurt): Es ist extrem schade, dass wir in einer Phase, in der wir das Spiel ganz gut in den Griff bekamen, solch ein Tor kassieren. Wir mussten uns lange dem Druck erwehren, Oka Nikolov hat einige gute Paraden gehabt. Wir hatten einige Chancen, aber die waren nicht gut genug. Wir haben nicht so klar gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben.