Sinsheim - Christian Eigler ist der Mann der wichtigen Tore beim 1. FC Nürnberg. In den letzten beiden Jahren sorgte er mit Treffern in den Relegationsspielen gegen Cottbus und Augsburg für den Klassenverbleib der Franken.

Beim glücklichen 1:1 in Hoffenheim am Wochenende nun trifft der kurz zuvor eingewechselte Angreifer drei Minuten vor dem Abpfiff mit seinem ersten Saisontor zum Ausgleich. Marvin Compper hatte die Hoffenheim in der 55. Minute in Führung gebracht.

Im Interview spricht Christian Eigler über den Punktgewinn bei Hoffenheim, die Achillesferse der Nürnberger und sein erstes Saisontor.

Frage: Herr Eigler, wie wichtig ist nach zuvor vier Niederlagen in Serie dieser Punkt in Hoffenheim?

Christian Eigler: Der Punkt war am Ende zwar glücklich, aber sehr wichtig für die Moral. Wir haben nicht aufgesteckt und für uns wirklich psychologisch wichtig noch den Ausgleich geschafft.

Frage: Sie haben wieder ein Gegentor nach einer Standardsituation bekommen, das 14. Mal in dieser Saison.

Eigler: Wir sollten darauf nicht rumreiten. Wenn es so ist, dass wir Gegentore nach Standards nicht vermeiden können, dann sollten wir uns darauf konzentrieren, zu verhindern, dass es zu Standardsituationen für den Gegner kommt.

Frage: Wie wichtig war das Erfolgserlebnis für Sie persönlich?

Eigler: Ich habe ja lange nicht getroffen, insofern war es nicht nur für die Mannschaft wichtig, dass ich treffe, sondern auch für mich.

Frage: Wie haben Sie die Situation erlebt, die zum Ausgleich drei Minuten vor dem Abpfiff führte?

Eigler: Mehmet Ekici legt mir den Ball super in die Gasse und ich habe den Ball dann reingemacht, das war super gespielt von "Memo". Das Tor vor unserer Kurve zu feiern, war natürlich super. Die Fans standen wieder wie eine Wand hinter uns.

Frage: Viele Fans werden sagen: Ausgerechnet Eigler - es war Ihr erstes Saisontor. Sie scheinen - wie in den Relegationsspielen gezeigt - ein Mann für die entscheidenden Tore zu sein.

Eigler: Nach der langen Durststrecke tut mir das Tor persönlich natürlich auch gut. Ich würde aber auch gerne mal das 3:0 oder 4:0 schießen, das ist klar. Ein Stürmer wird ja immer an Toren gemessen.

Frage: Woran liegt es, dass Sie sich mit dem Tore schießen schwer tun?

Eigler: Wir spielen ja meist in einem System mit nur einem Angreifer, ich fühle mich in einem 4-4-2 wohler. Aber ich kann auch in dem anderen System der Mannschaft helfen.

Frage: Zum Abschluss der Vorrunde kommt jetzt Hannover 96. Was ist da noch drin?

Eigler: Klar, Hannover ist die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga. Aber wir haben zuhause schon bessere Mannschaften geschlagen. Wenn wir mit einem Sieg dann die Vorrunde mit 22 Punkten abschließen würden, hätten wir eine gute Vorrunde gespielt.

Aufgezeichnet von Tobias Schächter