1899 Hoffenheim gelang am 34. Spieltag durch das 1:1 gegen den VfB Stuttgart nach damit vier Spielen ohne Niederlage ein versöhnlicher Saisonabschluss. Die Stuttgarter Führung glich Boris Vukcevic mit seinem ersten Saisontreffer aus.

Das 20 Jahre alte Nachwuchstalent der Hoffenheimer krönte damit seine erste Bundesliga-Saison mit dem ersten Tor. Im Interview mit bundesliga.de spricht er über die persönliche Tor-Premiere, seine Debütsaison und die Zukunft bei 1899 Hoffenheim.

bundesliga.de: Ihr erstes Bundesliga-Tor - ein besonderes Gefühl?

Boris Vukcevic: Absolut, das Gefühl ist unbeschreiblich. Ich bin sehr froh, dass es mir doch noch gelungen ist. Der Eckball von Sali (Salihovic, Anm. d. Red.) war etwas zu lang für die Jungs vor mir, ich konnte meinen Gegenspieler abschütteln und musste nur noch den Kopf hinhalten. Jetzt bin ich überglücklich, dass mir in meiner ersten richtigen Bundesliga-Saison auch der erste Treffer gelingt.

bundesliga.de: Wie fällt Ihr Fazit über die gesamte Saison aus?

Vukcevic: Die Saison war sehr schwierig für uns, wir haben viele Rückschläge hinnehmen müssen. Jetzt gilt es aber, das alles abzuhaken und uns möglichst gut auf die nächste Runde vorzubereiten. Für mich persönlich war es ein besonderes Jahr. Mein erstes Spiel in der Bundesliga hatte ich ja bereits 2008/09, diese Saison habe ich aber endgültig den Sprung zu den Profis geschafft.

bundesliga.de: Sie wurden diese Saison 24 Mal eingewechselt. Sind Sie mit dieser Bilanz zufrieden?

Vukcevic: Ich hoffe für die Zukunft natürlich auf mehr Spielzeit, bin aber froh, dass ich regelmäßig zum Einsatz komme. Ausserdem bin ich noch jung und wenn ich mich immer wieder im Training anbiete, gelingt es mir sicherlich irgendwann auch, in der Startelf zu stehen. Wichtiger ist mir aber, dass ich die Chance sehe, mich zu entwickeln. Und die habe ich hier auf alle Fälle.

bundesliga.de: Was sagen Sie zu Ihrer eigenen Leistung, wenn Sie die Saison Revue passieren lassen?

Vukcevic: Ich denke, dass ich eine ordentliche Saison gespielt habe. Es ist aber auch noch Luft nach oben. Ich muss weiter an mir arbeiten und Schritt für Schritt noch vorne kommen. Für meine erstes Jahr in der Bundesliga denke ich aber, dass ich zufrieden sein kann.

bundesliga.de: Empfinden Sie die Tatsache, dass Sie vielseitig einsetzbar sind, eher als Fluch oder als Segen?

Vukcevic: Schwer zu sagen. Ich lerne viel durch den Einsatz auf den verschiedenen Positionen und komme dadurch ja auch zu mehr Spielpraxis. Irgendwann würde ich mich aber schon gerne auf eine Position konzentrieren, am liebsten auf den Außenbahnen, wo ich meine Schnelligkeit einsetzen kann. Für einen jungen Spieler ist es aber sicherlich insgesamt positiv, wenn er vielseitig einsetzbar ist.

Das Gespräch führte Daniel Dillmann