Zusammenfassung

  • Borussia Mönchengladbach muss gegen Freiburg eine Niederlage verarbeiten.

  • Die Fohlen ließen nach dem Spiel keinen Zweifel: Sie werden weiter an sich glauben.

  • Die Niederlage soll in Ruhe analysiert werden.

Freiburg im Breisgau - Zu später Stunde bewies dann auch Dieter Hecking, dass die Gelassenheit von Borussia Mönchengladbach kein Schauspiel war. Anstatt nach der Niederlage gegen den SC Freiburg enttäuscht im Mannschaftsbus zu verschwinden und so schnell wie nur möglich abzudüsen, erfüllte der Trainer der Borussia geduldig die Autogramm- und Selfiewünsche der Fans. Der unerwartete Rückschlag? Hecking lächelte ihn gekonnt weg.

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"Natürlich haben wir gewusst, dass wir irgendwann auch wieder ein Spiel verlieren werden", sagte der 54-Jährige nach dem verdienten 1:3 (1:1) beim SC Freiburg. Das Entscheidende sei, "dass daraus die richtigen Lehren gezogen werden".

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Nach zuletzt zehn Punkten aus vier Spielen erwischte es die Fohlen-Elf in der Fußball-Bundesliga also zum Auftakt des 9. Spieltags wieder. Dass die Niederlage gravierende Folgen für die kommenden Wochen haben könnte, schlossen Heckings Schützlinge allerdings postwendend aus.

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"Wir lassen uns von einer Niederlage nicht unterkriegen und werden genau weitermachen wie davor", sagte Mittelfeldspieler Jonas Hofmann. Schließlich "haben wir einen viel zu guten Kader und stehen zu gut da, um alles schlecht zu reden". Tatsächlich können sich die 17 Punkte sehen lassen - selbst wenn es ganz schlecht läuft, belegt Mönchengladbach nach dem Wochenende immer noch den sechsten Rang.

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"Konsequenz und Klarheit" fehlten

Auch aufgrund dieser Aussichten konnte die Pleite verschmerzt werden. Das änderte jedoch nichts daran, dass sie völlig unnötig war. Das lag zum einen am "Schlafmützen-Start", den Nils Petersen mit einem verwandelten Foulelfmeter nach 59 Sekunden bestrafte. Und zum anderen an der zweiten Halbzeit, in der den Gladbachern trotz großem Ballbesitz "die nötige Konsequenz und Klarheit" (Hecking) fehlten.

"Wir haben ein Spiel verloren, mehr nicht." Yann Sommer

"Wir haben einfach keine Lösungen gefunden, das kommt mal vor", sagte Torhüter Yann Sommer, der den Strafstoß zu Beginn der Partie verursacht hatte und den Start deshalb als "verdammt ärgerlich" bezeichnete. Kapitän Lars Stindl stellte fest, dass die Gladbacher nach dem Ausgleich von Thorgan Hazard (20.) "insgesamt keinen guten Auftritt" ablieferten.

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Thorgan Hazard im Duell mit Lukas Kübler
Thorgan Hazard im Duell mit Lukas Kübler © gettyimages / Matthias Hangst/Bongarts

Das ermöglichte den Freiburgern, mit den bewährten Tugenden wie Leidenschaft und Laufbereitschaft die drei Punkte im Breisgau zu behalten. Erst Luca Waldschmidt (56.) und in der Nachspielzeit noch Lucas Höler (90.+4) schossen die Gastgeber, die laut Trainer Christian Streich "absolut an der Kante" agierten, zum Sieg.

Niederlage in Ruhe analysieren

"Wir haben nicht unverdient verloren", stellte Stindl ebenso wie seine Teamkameraden deshalb noch einmal klar: "Wir werden das in Ruhe analysieren und richtig einschätzen." Sommer hatte das zuvor schon längst getan: "Wir haben ein Spiel verloren, mehr nicht."

SID