Mit Karl-Heinz Neumann hat Schalke eine charismatische Persönlichkeiten verloren. Ehemalige Schalker Weggefährten erinnern sich an den legendären Charly.

Geschäftsführer Peter Peters: Das ist ein sehr trauriger Tag für den FC Schalke 04. Menschen wie Charly Neumann mit all ihren Stärken und Schwächen machen den Charme unseres Vereins aus. Bei all seinen Bemühungen war letztlich zu erkennen, dass er immer das Gute für den Verein wollte. Dafür hat er es sogar geschafft, sich in seiner Persönlichkeit zurückzunehmen. Dies war eine beeindruckende Leistung. Ich werde ihn immer als liebenswürdigen Menschen in Erinnerung behalten.

Vorsitzender Josef Schnusenberg: Ich bin tief betrübt von der Meldung, wenngleich Charly schon seit längerer Zeit kränklich war. Er hat sich ohne Zweifel ungeheure Verdienste um den FC Schalke 04 erworben. Zuletzt haben wir ihn an seinem Geburtstag besucht, wo man einmal mehr merkte, wie wichtig ihm unser Club war. Charly hinterlässt eine große Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird.

Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies: Wir sind sehr traurig und betroffen. Mit Charly Neumann verliert der FC Schalke 04 eine prägende Figur. Wir sind Charly zu großem Dank verpflichtet. Auch in kritischen Phasen hat er stets zum Verein gestanden und war immer für alle da.

Manager Andreas Müller: Seit meinem ersten Tag auf Schalke sind wir einen langen Weg gemeinsam gegangen. Er ist mir sehr ans Herz gewachsen. Gerade in meiner Anfangszeit als Spieler war er eine große Hilfe für mich, um mich auf Schalke einzugewöhnen. Er hatte immer ein Ohr für jeden Spieler. Er wird mir unheimlich fehlen. Mit ihm verbinde ich viele schöne und lustige Geschichten. Er war einer der Menschen, die Schalke ein Gesicht gegeben haben. Leider gibt es solche Typen wie ihn immer weniger im Fußball.

Olaf Thon, Kapitän der UEFA-Cup-Siegermannschaft 1997 und Mitglied der Schalker Jahrhundertelf: Vor zehn Tagen habe ich ihn noch im Krankenhaus besucht. Damals schien es mit ihm aufwärts zu gehen. Er sprach voller Optimismus von seinen Jungs, die er bald wieder besuchen wollte. Für mich war Charly der Inbegriff eines Mannschaftsbetreuers. Er war für die Spieler Freund, Vater und Beschützer in einer Person. So eine Persönlichkeit wie ihn wird es auf Schalke nie wieder geben. Er war immer für Späße zu haben und hat dem Verein ein charmantes Gesicht gegeben.

Klaus Fischer, Mitglied der Schalker Jahrhundertelf: Charly war ein ganz wichtiger Teil von Schalke 04. Ohne ihn wäre unsere Vereinsgeschichte um viele amüsante Kapitel ärmer. Ich war dabei, als Max Merkel ihn 1976 zum Mannschaftsbetreuer gemacht hat. Charly hat stets für die Jungs gesorgt. Wer ein Problem hatte, der ist zu ihm gegangen. Durch die vielen Kontakte hat er fast allen helfen können und war immer fröhlich. Nicht nur wir Schalker, ganz Fußball-Deutschland wird ihn vermissen.