Köln - Der Sommer 2012 steht ganz im Zeichen des Sports. Nach der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine werden in London unzählige Athleten um olympische Medaillen kämpfen. Für viele Teilnehmer wird das olympische Motto "Dabei sein ist alles" im Vordergrund stehen.

Der FC Augsburg, der Hamburger SV und Schalke 04 feierten an diesem Spieltag, dass sie im nächsten Jahr dabei sind. Augsburg und Hamburg in der Bundesliga, Schalke in der Champions League. Doch nicht nur dort wehte der olympische Geist durchs Stadion. Fair ging vor am 33. Spieltag: Nur 18 gelbe Karten mussten die Schiedsrichter verteilen. Weniger waren es zuletzt vor fast 15 Jahren.

Freiburg enorm laufstark



Beim SC Freiburg bewarb sich das ganze Team um ein Olympiaticket und dominierte den Spieltag läuferisch. 117,7 km legten die Akteure des Sportclubs zurück. Darüber hinaus zogen sie 168 Sprints an. Beides waren die Spieltagsbestwerte. In Jonathan Schmid und Fallou Diagne stellte das Team von Trainer Christian Streich zudem den fleißigsten und den schnellsten Sprinter: Schmid war 30 Mal in vollem Tempo unterwegs, Diagne erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 34,7 km/h. In einigen Staffelwettbewerben besäßen die Breisgauer sicherlich Medaillenchancen.

Dass es der in Freiburg unterlegene 1. FC Köln noch aus eigener Kraft in die Relegation schaffen kann, haben die Rheinländer dem starken Schalker Angriff um Raul und Klaas-Jan Huntelaar zu verdanken, die gegen Hertha BSC drei der Schalker Tore erzielten. Huntelaar hat mit seinen zwei Toren die Führung in der Torjägerliste übernommen und könnte der erste niederländische Torschützenkönig der Bundesliga werden. Den vierten Treffer steuerte Lewis Holtby bei, der mit 12,8 km der Top-Dauerläufer des Wochenendes war.

Gündogan und Helmes bestätigen starke Form



Beim Reviernachbarn Borussia Dortmund spielte sich neben dem dreifachen Torschützen Lucas Barrios erneut Ilkay Gündogan in den Vordergrund. Fast jeder Angriff des Meisters lief über den Nationalspieler, der überragende 143 Ballkontakte hatte. Kein Mittelfeldspieler war in dieser Saison so häufig in 90 Minuten am Ball. Lediglich Mönchengladbachs Verteidiger Roel Brouwers hatte in dieser Saison ein Mal mehr Ballberührungen. Der Niederländer war am Samstag gegen Augsburg 144 Mal am Ball.

Rekordverdächtig ist auch die Serie von Patrick Helmes, der sicherlich gerne bei der EM dabei wäre: In den letzten neun Partien erzielte der Torjäger neun Treffer und hat maßgeblichen Anteil daran, dass sich der VfL Wolfsburg noch Hoffnung auf Platz sieben machen darf. Voraussetzung wäre ein Sieg in Stuttgart am letzten Spieltag und ein Patzer von Hannover 96 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Kleine Außenseiterchancen auf den letzten verbliebenen Platz für die Europa League besitzen Werder Bremen und der 1. FC Nürnberg. Dazu müsste Hannover allerdings gegen Lautern verlieren und Wolfsburg nicht in Stuttgart gewinnen.

Didavi vor Torrekord



Einer der zuletzt internationales Format unter Beweis gestellt hat, ist Nürnbergs Mittelfeldwirbler Daniel Didavi. In Hoffenheim traf der Linksfuß bereits im 5. Spiel in Folge. Im Trikot der Franken war dies zuvor nur Marek Mintal, Jörg Dittwar und Franz Oberacher gelungen. Sollte der schussstarke Techniker auch am letzten Spieltag gegen Leverkusen treffen, würde er einen alleinigen Nürnberger Rekord aufstellen. Obwohl es für diesen Rekord keine Medaille gäbe, wäre der gebürtige Nürtinger sicherlich trotzdem stolz. Und nicht nur darauf, dabei gewesen zu sein.

Florian Reinecke

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