Edmund Becker ist seit Anfang 2005 Cheftrainer beim Karlsruher SC. bundesliga.de über den Trainer des Premiere-Ligapokal-Teilnehmers.

Rückblickend ist die Geschichte fast zu schön, um wahr zu sein.

In der Saison 2004/05 überwinterte der Karlsruher SC auf dem 17. Platz in der 2. Bundesliga. Trainer Lorenz-Günther Köstner wurde entlassen. Reinhold Fanz sollte den Karren aus dem Dreck ziehen, was dem Hauptsponsor EnBW wiederum nicht gefiel, und Fanz musste nach nur sieben Tagen wieder gehen.

Cheftrainer im zweiten Anlauf

Nun bekniete der KSC Edmund Becker, Trainer der zweiten Mannschaft, die Cheftrainer-Stelle anzunehmen. Dieser sollte schon im Dezember 2004 Trainer werden, hatte aber abgelehnt. Im Trainingslager in der Türkei überdachte der damals 48-Jährige dann seine bisherige Haltung.

"Das Engagement und der Einsatzwille der Mannschaft haben dazu geführt", begründete Becker seine Entscheidung, jetzt doch auf dem Cheftrainersessel Platz zu nehmen.

Für den KSC - und Becker selbst - definitiv die richtige Entscheidung. Der Klassenerhalt gelang am 33. Spieltag. In der folgenden Saison führte Becker das Team auf Platz 6, und 2006/07 stürmte der KSC als Zweitligameister zurück ins Oberhaus.

Erfolgreich und bescheiden

Was ist das Erfolgsgeheimnis des gebürtigen Reichenbachers, der schon als Spieler 94 Bundesliga und 63 Zweitligaspiele für den Wildpark-Club bestritt?

Nun, ganz gewiss ist "Ede", wie ihn im Karlsruher Raum jeder nennt, bodenständig geblieben. "Im Grunde war es ja nie mein Bestreben, im Rampenlicht zu stehen und Trainer einer Bundesliga-Mannschaft zu werden. Aber nachdem sich alles so entwickelt hat, muss ich sagen, dass ich jetzt am Höhepunkt meiner sportlichen Laufbahn angelangt bin", sagte Becker in seiner typisch bescheidenen Art zu bundesliga.de.

Über 30 Jahre beim KSC

Dazu genießt er dank seiner Herkunft aus der Region, seiner Vereinstreue (Becker ist mit kurzer Unterbrechung seit über 30 Jahren beim KSC aktiv) und seiner jüngsten Erfolge eine enorm große Rückendeckung.

Und das ist die beste Voraussetzung, um auch das "Abenteuer Bundesliga" erfolgreich zu bestehen.

Christof Greiner