Wenn Bayer Leverkusen am Sonntag den VfB Stuttgart empfängt (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio), deutet alles auf einen Erfolg für die Gastgeber hin - zumindest was die Lage in der Tabelle angeht.

Der Liga-Primus trifft auf den aktuellen Tabellen-17. Doch Vorsicht: Der VfB Stuttgart wird derzeit oft unterschätzt. Denn in der Champions League machte der VfB Stuttgart am Dienstag mit einem 2:0-Sieg in Glasgow auf sich aufmerksam und hat nun alle Chance, das Achtelfinale zu erreichen.

Mahnende Worte von Heynckes

"Der VfB wird wieder erstarkt nach Leverkusen kommen. Wer das Spiel in Glasgow gesehen hat, der hat im Vergleich zu den vergangenen Wochen einen ganz anderen Eindruck von Stuttgart gewonnen. Sie haben mannschaftlich geschlossen und spielerisch sowie technisch sehr gut gespielt. Ich sehe den VfB nicht in der Position, auf der sie in der Tabelle stehen. Die Mannschaft hat deutlich mehr Potenzial", weiß Bayer-Trainer Jupp Heynckes. Er warnt seine Mannschaft, den VfB zu unterschätzen.

"Die Spieler wissen, dass sie immer wieder was dafür tun müssen, um da oben zu bleiben. Am Sonntag müssen wir wieder eine Topleistung abrufen. Das heißt schwungvoll und energisch nach vorne spielen. So wie ich das in dieser Woche gesehen habe, erwarte ich eine Bayer 04-Mannschaft, die die Tabellenspitze behaupten will", erklärte Heynckes weiter.

Verzichten muss der Coach auf Michal Kadlec, der in der kommenden Woche auf eine Kader-Nominierung hoffen darf. Auch bei Patrick Helmes will Heynckes noch etwas abwarten.

Schub durch den Sieg in Glasgow

VfB-Cheftrainer Markus Babbel hofft indes, dass seine Mannschaft nach dem ersten "Dreier" nach zehn sieglosen Pflichtspielen gegen die Glasgow Rangers mit gesteigertem Selbstvertrauen ins Spiel geht.

"Das ist eine Herausforderung für uns, ich freue mich auf das Spiel. Die Jungs haben in Glasgow gemerkt, dass sie noch gewinnen und Tore schießen können. Diese Überzeugung brauchen wir auch gegen den Tabellenführer", so Babbel. Doch nicht nur auf die mentale Stärke seiner Spieler setzt der Trainer: "Wir müssen dieselben Tugenden wie in Glasgow an den Tag legen. Dort waren wir laufstark, standen kompakt und haben uns viele Torchancen erarbeitet."

Tasci wohl wieder in der Anfangsformation

In der BayArena muss Babbel weiterhin auf Martin Lanig (Reha nach Kreuzbandriss), Sami Khedira (Überlastungsreaktion im Mittelfuß) und Stefano Celozzi (Wadenprobleme) verzichten. Außerdem fehlt Zdravko Kuzmanovic aufgrund seiner Gelb-Roten Karte im Spiel gegen Hertha BSC. "Es ist bitter, dass Zdravko ausfällt, da er in einer tollen Form ist. Ich habe aber genug Spieler, die auf seiner Position spielen können."

Dagegen wird Serdar Tasci gegen die "Werkself" nach seiner überstandenen Überlastungsreaktion im Mittelfuß wohl wieder in die Startelf rücken.

"In Glasgow war mir das Risiko aufgrund der schwierigen Platzverhältnisse und der britischen Härte noch zu groß, ihn von Anfang an zu bringen. Aber im Training macht er einen sehr guten Eindruck, er läuft rund und ist wieder voll einsetzbar. Ich gehe davon aus, dass er gegen Leverkusen spielt", so Babbel.