Bremen - Einen Punkt beim heimstarken SV Werder Bremen - das torlose Unentschieden war ein weiterer kleiner Schritt für den 1. FSV Mainz 05 in Richtung Klassenerhalt.

Remis spielen, das können sie in Mainz. Für die Rheinhessen war es bereits die 13. Punkteteilung in dieser Saison - Ligahöchstwert. Damit übertreffen die Mainzer bereits nach 27 Spielen ihren bisherigen Saisonhöchstwert (zwölf Remis 2011/12 und 2012/13). Schon fünfmal in dieser Saison spielten die Mainzer 0:0, nur der 1. FC Köln schaffte das öfter (sieben Mal). "Dieser Punktgewinn für uns ist verdient und gerecht. Wir haben in Bremen kein Gegentor bekommen, damit haben wir unseren Plan zum Teil erfüllt. Wir sind immer noch im Abstiegskampf, deshalb ist ein solches Resultat wichtig für uns", erklärte Martin Schmidt, Trainer der Mainzer, nach dem Spiel in Bremen.

Die Abwehr stabilisiert

Unter ihrem neuen Schweizer Trainer haben sich die Mainzer stabilisiert. Aus den letzten sechs Bundesliga-Spielen unter Schmidt holte der FSV neun Punkte. Nur eine dieser Partien ging verloren (0:2 bei der TSG 1899 Hoffenheim). Schmidt ist mit einem Punkteschnitt von 1,5 Zählern pro Partie derzeit der beste Bundesliga-Trainer der Mainzer Vereinsgeschichte.

Vor der Partie standen die beiden Standardspezialisten im Fokus - Zlatko Junuzovic auf Bremer Seite und der Mainzer Johannes Geis. Doch zu einem direkten Duell kam es nur nach der Einwechslung Junuzovic’ in den letzten 35 Minuten.

Zuvor hatte Geis nach 31 Minuten seine Gefährlichkeit nach ruhenden Bällen gezeigt. Doch sein erster Freistoß strich knapp am Tor vorbei. Nach etwas mehr als einer Stunde fand Geis per Freistoß seinen Meister in Werder Keeper Raphael Wolf, der den Ball zur Ecke lenken konnte. Für den 21-jährigen Geis, der in den letzten Wochen mehrmals der beste Spieler der Mainzer war, sollte es dieses Mal nicht zu einem Treffer reichen.

Noch nicht in Sicherheit

Unter Trainer Schmidt konnte die Flut der Gegentore erfolgreich eingedämmt werden. In den letzten drei Spielen kassierte der FSV insgesamt nur noch ein Gegentor. Auch läuferisch zeigten sich die Mainzer verbessert. Ein Pfund mit dem die Rot-Weißen wuchern können. Trotz eines satten Punktepolsters von sechs Punkten auf den Relegationsplatz wiegen sich die Mainzer noch nicht in Sicherheit. "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen", erklärte Johannes Geis.

Schon am kommenden Samstag wollen die Mainzer wieder wie die Eichhörnchen Punkte sammeln. Dieses Mal aber wieder dreifach. "Mit unseren Fans im Rücken wollen wir wieder gewinnen, auch wenn der Gegner Bayer Leverkusen heißt", erklärte Schmidt. Auch Geis hofft auf einen Erfolg seines Teams und setzt auf die Heimstärke des FSV: "Das A und O sind die Spiele zuhause, auf die müssen wir uns besonders konzentrieren. Wir wissen, dass wir noch im Abstiegskampf sind, aber wir haben eine ganz gute Ausgangsposition und werden die nötigen Punkte noch holen."

Vier der letzten sieben Partien haben die Mainzer zuhause (Das Restprogramm der Abstiegskämpfer). Nach Bayer Leverkusen empfängt der FSV noch den FC Schalke 04, den Hamburger SV und den 1. FC Köln.

Aus Bremen berichtete Alexander Barklage