Im Topspiel am Samstagabend stehen sich der 1. FC Köln und Meister Wolfsburg gegenüber (Sa., ab 18 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio).

Während sich die Kölner in Dortmund knapp geschlagen geben mussten, feierte der VfL am 1. Spieltag mit einem Sieg gegen Stuttgart einen optimalen Start in die Saison.

"Wir fahren nach Köln, um das Spiel zu gewinnen"

"Wir fahren nach Köln, um das Spiel zu gewinnen", kündigte Wolfsburgs Trainer Armin Veh an. Nach dem furiosen Auftaktspiel eine durchaus gerechtfertigte Anspruchshaltung.

Sein Team machte beim 2:0 gegen den VfB dort weiter, wo es in der vergangenen Saison aufgehört hatte: mit Offensivfußball und spektakulären Toren.

Allein Edin Dzeko, Grafite und Zvjezdan Misimovic schossen in den letzten sechs Ligaspielen zusammen 19 von 20 Wolfsburger Toren. Veh kündigte bereits an: "Große Umstellungen wird es nicht geben."

Trainingsrückstand bei Martins

Ungewiss ist, ob Makoto Hasebe im Kader stehen wird. Wann Thomas Kahlenberg (Hüft-und Rückenprobleme) wieder ins Training einsteigt, ist ebenfalls offen.

Wann Veh zum ersten Mal auf Neuzugang Obafemi Martins vertraut, verriet er nicht. Der Nigerianer, der von Newcastle United kam, hat noch Tainingsrückstand. "Bei ihm geht es mit jedem Tag, den er die Mitspieler besser kennt, voran", sagt Veh.

Podolski vor Debüt

Beim FC Köln geben unterdessen zwei Stürmer ihr Saisondebüt. Lukas Podolski steht vor seinem ersten Bundesliga-Heimspiel für den FC seit seiner Rückkehr. Milivoje Novakovic ist nach seiner Verletzungspause wieder mit dabei. Er kam bereits am Mittwoch beim WM-Qualifikationsspiel seines Heimatlandes Slowenien gegen San Marino (5:0) ab der 72. Minute zum Einsatz.

"Da es wohl das erste Spiel von Lukas Podolski ist, werden die Fans natürlich auch besonders enthusiastisch sein", prognostiziert Gäste-Trainer Veh und erwartet, "dass die Kölner auf Sieg spielen werden".

FC-Coach Zvonimir Soldo nimmt den Druck von Podolski. "Wir geben ihm Zeit", sagt der Kroate, der um die hohen Erwartungen in der Domstadt weiß: "Die gleiche Geduld müssen wir mit Novakovic haben." Podolski selbst warnt ebenfalls: "Viele Leute erwarten Wunderdinge", sagt der 24-Jährige, "aber das wird ein schweres Jahr."

Geromel noch nicht fit

Während Soldo im Sturm wieder mehr Variationsmöglichkeiten hat, hat sich die Lage in der Defensive noch nicht entspannt. Auf Pedro Geromel muss er weiter verzichten. Der Brasilianer ist nach seinem Muskelfaserriss noch nicht ganz fit.

Kevin Mc Kenna und Youssef Mohamad werden erneut die Innenverteidigung bilden. Wilfried Sanou fällt nach einem Rippenbruch, den er in Dortmund erlitt, aus.

"Viel aggressiver" als gegen Dortmund werde sein Team auftreten, kündigte Soldo an. "Ich denke, Wolfsburg ist zwar der Favorit", so der ehemalige VfB-Star, "aber wir spielen zuhause und die Unterstützung unseres Publikums wird das wieder wett machen."

Andreas Messmer