Im Gegensatz zum Kampf um die Deutsche Meisterschaft waren die Wolfsburger im Rennen um die Wahl zum "Spieler der Saison" ganz unter sich. Saßen ihnen im Saisonalltag der FC Bayern München, der VfB Stuttgart und zuweilen auch noch Hertha BSC und der Hamburger SV im Nacken, so machten die drei hungrigsten "Wölfe" der vergangenen Spielzeit die Wahl zum besten Profi der Saison 2008/09 allein unter sich aus.

Edin Dzeko, sein Sturmpartner Grafite und Mittelfeldmotor Zvjezdan Misimovic lieferten sich in der Gunst der bundesliga.de-User ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende hatte Dzeko aber eindeutig den längsten Atem. Mit 29 Prozent aller Stimmen entschied der Bosnier die Wahl zum "Spieler der Saison" für sich.

Seine Teamkameraden folgen auf den Plätzen 2 und 3. Misimovic - Landsmann von Dzeko - kam auf 24 Prozent der Stimmen. 22 Prozent aller User, die an der Wahl teilgenommen haben, stimmten für den Bundesliga-Torschützenkönig Grafite.

21 Mal in der Rückrunde erfolgreich

Der 23-jährige Dzeko war zweifelsohne die Entdeckung der vergangenen Saison. Nach einer soliden Hinrunde, in der er fünf Tore erzielte, schaltete der Bosnier nach der Winterpause vom zweiten in den fünften Gang. 21 Treffer schoss Dzeko in der Rückrunde. Nur Gerd Müller kam jemals auf mehr Tore in der zweiten Saisonhälfte (23).

Doch nicht nur als Goalgetter wusste Dzeko in Wolfsburgs Meistersaison zu glänzen. Auch als Vorbereiter konnte er sich auszeichnen. Sechs Assists steuerte der Angreifer bei.

Teamkameraden im Schlepptau

Eine gute Quote für einen Stürmer. Doch der eigentliche Vorbereiter vom Dienst in Wolfsburg heißt Misimovic. 18 Treffer legte er für seine Mitspieler auf - absoluter Spitzenwert in der abgelaufenen Saison. Dazu traf Misimovic sechs Mal selbst. Sein wohl wichtigstes Tor war das 1:0 gegen Werder Bremen am 34. Spieltag. Danach spielte sich der VfL regelrecht in einen Rausch und zum ersten Titel der Vereinsgeschichte.

Auch der dritte Mann auf dem Treppchen der Wahl zum "Spieler der Saison" trägt das Wappen des VfL Wolfsburg auf der Brust. Mit 28 Treffern in nur 25 Spielen war Grafite der gefährlichste Stürmer der Saison 2008/09. Der Brasilianer nutzte unheimliche 42 Prozent seiner Chancen zu Toren.

Spannendes Rennen um die Plätze

Wie schon im Rennen um die Meisterschaft bleibt der Konkurrenz auch bei der Wahl zum besten Saisonspieler nur die Rolle des Beifall klatschenden Zuschauers. Doch auch der Kampf um Platz 4 wurde mit offenem Visier geführt.

Am Ende gaben die bundesliga.de-User Mario Gomez mit 9 Prozent der Stimmen einige wenige Votes mehr als den weiteren Verfolgern. Der Stürmer, der ab dem 1. Juli die Farben des FC Bayern München tragen wird, erzielte in seiner letzten Saison beim VfB Stuttgart 24 Liga-Treffer in 32 Spielen. Und ausgerechnet gegen Wolfsburg gelang dem deutschen Nationalspieler das seltene Kunststück eines "Viererpacks".

Knapp hinter Gomez teilen sich die beiden Ballzauberer Franck Ribéry und Diego den 5. Platz. Jeweils 8 Prozent der Stimmen fielen auf die Fußballästheten. Ribéry bereitete in der abgelaufenen Saison acht Treffer seiner Bayern vor und traf neun Mal selbst. Diego, der sich mit dem Gewinn des DFB-Pokals aus Bremen verabschiedete, war mit zwölf Treffern der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Bundesliga.