Edin wer? Als Edin Dzeko im Sommer 2007 vom tschechischen Erstligisten FK Teplice zum VfL Wolfsburg wechselte, war der groß gewachsene Stürmer nur den wenigsten Fußballexperten ein Begriff. Als "Spieler für die Zukunft" begründete Trainer Felix Magath damals den Einkauf des bosnischen Jungnationalspielers.

Nur 24 Monate später hat sich Dzeko in ganz Europa einen Namen gemacht. Schnell, kopfballstark, technisch versiert und kaltschnäuzig vor dem Tor - mit diesen Eigenschaften eroberte der 23-Jährige nicht nur die Herzen der Wolfsburger Fans, sondern liegt auch in der Gunst der User von bundesliga.de bei der Wahl zur Entdeckung der Saison ganz vorne.

Subotic und Özil auf den Plätzen

41 Prozent der Stimmen vereinigte der Wolfsburger auf sich und setzte sich damit mit großem Abstand vor Neven Subotic von Borussia Dortmund (15 Prozent) und Werder Bremens Mesut Özil (12 Prozent) durch.

In seiner ersten Saison bei den "Wölfen" musste sich der 1,93 Meter große Angreifer erst an die Anforderungen in der Bundesliga gewöhnen. Dennoch eroberte Dzeko auf Anhieb einen Stammplatz und steuerte in 28 Saisonspielen immerhin acht Tore bei.

Gemeinsam Grafite gefährlichste Sturmduo der Geschichte

Doch in der Meistersaison des VfL strahlte Dzekos Stern in bisher unerreichtem Glanze. Mit 26 Treffern, erzielt in 32 Saisonspielen, avancierte er zu einem der Erfolgsgaranten des Wolfsburger Titelgewinns.

Gemeinsam mit seinem Sturmpartner Grafite (28 Treffer) stellte er gar das torgefährlichste Angriffsduo der Bundesliga-Geschichte. Mit summa summarum 54 Toren übertrafen die beiden die alte Rekordmarke, die von Gerd Müller - wem sonst? - zusammen mit Uli Hoeneß gehalten wurde. Die Bayern-Stürmer waren in den Spielzeiten 1971/72 sowie 1972/73 jeweils 53 Mal erfolgreich gewesen.

21 Buden in der Rückrunde

"Edin und Grafite sind einfach phänomenal", brachte es Meister-Macher Felix Magath treffend auf den Punkt. Phänomenal war vor allem Dzekos Torquote in der Rückrunde: sage und schreibe 21 Mal ließ er es in den 17 Partien bis zum Saisonende im gegnerischen Kasten klingeln.

Damit verfehlte er nur knapp die Bestmarke vom "Bomber der Nation": Gerd Müller traf in der Rückrunde 1971/72 gleich 23 Mal ins Netz.

Dafür darf sich Dzeko aber mit dem Titel des "Kopfballungeheuers" schmücken. Seine neun mit dem Haupte erzielten Treffer sind bis dato unerreicht.