Seit längerer Zeit bestimmt er die Medien wie kaum ein anderer: Edin Dzeko. Der Stürmer ist in aller Munde, wenn es um den Spitzenreiter VfL Wolfsburg geht, schließlich ist er ein Garant für den Erfolg. Und Dzeko ist Gesprächsthema, wenn es um den Traumsturm der Bundesliga geht, den er gemeinsam mit Grafite bildet. Über seine unglaubliche Treffsicherheit wird ebenfalls viel gesprochen, schließlich hat er in den 16 Partien der Rückserie satte 20 Tore erzielt.

Auch am 33. Spieltag ließ es der Bosnier mächtig klingeln und schenkte Hannover 96 beim 5:0-Kantersieg der "Wölfe" drei Treffer ein.

Diese starke Leistung honorierten die bundesliga.de-User bei der offiziellen Wahl zum "Spieler des 33. Spieltags". Sie wählten mit großem Abstand den Wolfsburger auf Platz 1.

40 Prozent führen zum Sieg

40 Prozent der Stimmen fielen auf Dzeko, dem drei Tore bereits beim 4:0-Heimerfolg über 1899 Hoffenheim am 30. Spieltag gelungen waren. Für den Hattrick damals wurde er ebenfalls zum "Spieler des Spieltags" gekürt.

Es ist schon unglaublich, mit welcher Regelmäßigkeit die Nummer 9 der "Wölfe" trifft. In der Rückserie der Bundesliga gab es bislang nur drei Partien der Wolfsburger, in denen Edin Dzeko nicht den Ball über die Linie drückte. Er sitzt mit 25 Treffern seinem Sturmkollegen Grafite (26 Tore) in der Torschützenliste im Nacken.

Eiskalt vor dem Kasten

Und unglaublich, wie eiskalt der 23-Jährige vor dem Tor agiert. Für seine drei Tore gegen Hannover benötigte er fünf Schüsse. Das 1:0 war ein Treffer Marke Weltklasse. Der Bosnier nahm eine abgefälschte Flanke von Makoto Hasebe mit der Brust an und drosch den Ball anschließend volley aus 17 Metern ins rechte obere Eck.

"Das war wohl das schönste und wichtigste Tor meiner Karriere", sagte Dzeko dem "kicker". Trotz der Gala-Vorstellung blieb er bescheiden: "Die ganze Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel gemacht."

Kehl schnürt "Doppelpack"

Ebenfalls ein gutes Spiel hat der Dortmunder Sebastian Kehl absolviert. Der Kapitän der Borussia erzielte beim 6:0-Heimtriumph über Arminia Bielefeld seinen ersten "Doppelpack" in der Bundesliga. Zwei seiner drei Torschüsse zappelten im Netz.

Die bundesliga.de-User votierten Kehl bei der Wahl zum "Spieler des 33. Spieltags" mit 24 Prozent der Stimmen auf den 2. Platz.

Zwei Mal Rang 3

Der 3. Rang wird von zwei Spielern besetzt: Lars Stindl (Karlsruher SC) und Wolfsburgs Grafite erhielten je zwölf Prozent der Stimmen. Grafite schnürte gegen Hannover seinen siebten "Doppelpack" in der laufenden Saison.

Lars Stindl erzielte gegen Werder Bremen überhaupt seinen ersten "Doppelpack" im "Oberhaus". Der KSC-Mittelfeldspieler gab drei Schüsse auf den Kasten von Tim Wiese ab - und überwand diesen zwei Mal.

Hitzlsperger vor Carlos Eduardo

Auf dem 5. Platz landete Thomas Hitzlsperger, der nicht nur seinen VfB Stuttgart gegen Energie Cottbus beim 2:0-Erfolg in Führung ballerte, sondern außerdem drei Torschüsse auflegte und mit einem starken Passspiel glänzte. Er erhielt neun Prozent der Stimmen.

Dahinter folgte Carlos Eduardo mit drei Prozent. Der Hoffenheimer kam erstmals seit dem 27. Spieltag zum Einsatz und war an beiden Toren (ein Tor, eine Torvorlage) gegen den FC Bayern München (Endstand 2:2) beteiligt.

Thorsten Schaff